'FT': Elliott sprach mit Investoren ĂŒber Consumer-Health-Sparte von Bayer
27.03.2025 - 08:27:33 | dpa.deElliott Management fĂŒhrte in den vergangenen Monaten GesprĂ€che mit Beteiligungsgesellschaften, um ihr Interesse an der Consumer-Health-Sparte auszuloten, berichtete die "Financial Times" am Mittwochabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Zwar gebe es Interesse, doch sei ein Verkauf aktuell unwahrscheinlich, hieĂ es weiter.
Damit hat sich in den vergangenen Monaten nichts Wesentliches geÀndert. Bayer-Chef Bill Anderson hatte schon auf einem Kapitalmarkttag vor einem Jahr erklÀrt, dass er die schwierige Lage von Bayer trotz eines hohen Schuldenberges erst einmal ohne Spartenverkauf in den Griff bekommen will. Die Bayer-Aktien reagierten am Donnerstag vorbörslich denn auch nicht auf den Bericht. Sie notierten etwas unter ihrem Xetra-Schluss vom Vortag.
Bayer ringt weiterhin mit den Folgen der ĂŒber 60 Milliarden US-Dollar teuren Ăbernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto im Jahr 2018. Damit hatten sich die Leverkusener auch die US-Glyphosat- und PCB-Rechtsstreitigkeiten ins Haus geholt. Allein die Causa Glyphosat hat schon viele Milliarden verschlungen. Bayer hofft, das Thema perspektivisch durch ein Grundsatzurteil des obersten US-Gerichtes aus der Welt zu schaffen. Allerdings ist unklar, ob sich der U.S. Supreme Court der Sache ĂŒberhaupt annehmen wird.
Anderson hatte bereits vor einem Jahr erklĂ€rt, dass ein Verkauf der Sparte Consumer Health zwar eine attraktive Option sei, um Schulden zu tilgen. Eine Trennung wĂ€re aber mit hohen Kosten und Steuereffekten verbunden. Zudem generiere die Sparte bestĂ€ndige GeldzuflĂŒsse.
Statt einer VerĂ€uĂerung oder gar einer zeitaufwĂ€ndigen Aufspaltung des Konzerns baut Anderson Bayer seit einer Weile intern um. Das Sparprogramm soll dieses Jahr zusĂ€tzlich 800 Millionen Euro bringen, nachdem im vergangenen Jahr bereits die Ausgaben plangemÀà um 500 Millionen gekĂŒrzt wurden, hatte Bayer Anfang MĂ€rz bei der Veröffentlichung von GeschĂ€ftszahlen mitgeteilt. In dem von Anderson eingefĂŒhrten Modell bekommen Mitarbeiter etwa in Forschung, Produktion und Vertrieb mehr Eigenverantwortung und Handlungsfreiheiten, weniger Manager sind notwendig.
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