Ergebnisse, Produktion/Absatz

Symrise will ProfitabilitÀt und Cashflow steigern

30.01.2025 - 09:17:03

Der Hersteller von Duftstoffen und Aromen Symrise DE000SYM9999 will im neuen Jahr auch mit RĂŒckenwind durch das laufende Effizienzprogramm etwas profitabler werden.

Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 2025 um die 21 Prozent erreichen, nachdem sie sich 2024 nach einem außergewöhnlich schwachen Vorjahreswert um 2,7 Prozentpunkte auf 20,7 Prozent erholt hatte. Derweil wuchs der Umsatz 2024 in etwa wie von Experten erwartet; Wechselkurs- und Portfolioeffekte ausgeklammert, lag das Erlösplus aber unter der mittleren AnalystenschĂ€tzung.

Der seit April 2024 amtierende Unternehmenslenker Jean-Yves Parisot legte den Fokus von Anfang an verstĂ€rkt auf die Kosten. Die Effizienz soll gesteigert werden, etwa durch integrierte Prozesse auf Konzernebene, sei es bei der Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen oder bei der Auslieferung an Kunden. So werden der Einkauf mit teils sehr vielen Zulieferern bestimmter Rohstoffe sowie die Anzahl tausender, teils sehr individueller Produkte unter die Lupe genommen. Zudem soll die Struktur der ProduktionsstĂ€tten verbessert werden. 83 gebe es davon, die jĂ€hrlich 270 Millionen Euro Investitionen erforderten, hatte es noch im alten Jahr geheißen.

Alles in allem wurden die Kosten 2024 um 50 Millionen Euro gesenkt, wie Symrise am Donnerstag bei der Veröffentlichung der vorlĂ€ufigen GeschĂ€ftszahlen fĂŒr das vergangene Jahr weiter mitteilte. Zudem profitierte das Unternehmen von einer guten Nachfrage nach teuren ParfĂŒms, Zutaten fĂŒr wĂŒrzige Produkte und dem GeschĂ€ft mit ZusĂ€tzen fĂŒr Heimtiernahrung.

Bei einem Umsatzwachstum um 5,7 Prozent auf 5 Milliarden Euro stieg das operative Ergebnis (Ebitda) 2024 um gut ein FĂŒnftel auf 1,03 Milliarden Euro. Beide Kennziffern liegen leicht ĂŒber den mittleren AnalystenschĂ€tzungen. Aus eigener Kraft - also Wechselkurs- und Portfolioeffekte herausgerechnet - wuchsen die Erlöse um 8,7 Prozent und damit weniger als von Analysten erwartet. Hier peilt das Unternehmen im neuen Jahr ein Plus von 5 bis 7 Prozent an. Unter dem Strich verdiente Symrise im alten Jahr gut 478 Millionen Euro - nach 340,5 Millionen im Jahr davor.

Das Effizienzprogramm soll im neuen Jahr auch positiv auf den Finanzmittelzufluss wirken. Der sogenannte Business Free Cashflow soll von 13,6 Prozent des Umsatzes auf rund 14 Prozent zulegen. Dazu beitragen soll auch das Management des Betriebskapitals, etwa durch mehr Augenmerk auf Zahlungskonditionen und das Forderungsmanagement sowie BemĂŒhungen, die LagerbestĂ€nde zu reduzieren.

An der Börse kamen die Resultate am Morgen eher schlecht an. WĂ€hrend das Umsatzwachstum aus eigener Kraft die Erwartungen verfehlt habe, sei Finanzmittelfluss stark gewesen, schrieb Analyst Charlie Bentley vom Investmenthaus Jefferies in einer ersten Reaktion. Der Aktienkurs fiel kurz nach dem Handelsstart um 1,6 Prozent auf 99,80 Euro. Damit geht dem jĂŒngsten Erholungskurs, den die Papiere Mitte Januar nach einem Tief seit vergangenem FrĂŒhjahr aufgenommen hatten, zunehmend die Luft aus.

@ dpa.de | DE000SYM9999 ERGEBNISSE