Arzneihersteller, Stada

Arzneihersteller Stada hat Russland-GeschÀft abgespalten

25.12.2023 - 14:22:55

Der hessische Pharmakonzern Stada hat sein Russland-GeschÀft abgespalten.

"Die EigentĂŒmer von Stada haben sich kĂŒrzlich entschieden, das Russland-GeschĂ€ft der Stada AG auszugliedern und in eine eigene Gesellschaft zu ĂŒbertragen, die unter dem Namen Nizhpharm unabhĂ€ngig und eigenstĂ€ndig agiert", teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Weitere Details zu der Neuordnung, ĂŒber die zuvor die "Welt am Sonntag" berichtete, gab es nicht.

Sechs Jahre nach der Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven 2017 gab es bereits im Sommer Spekulationen ĂŒber einen milliardenschweren Verkauf des Arzneikonzerns. Bei einem Deal könnte Stada, bekannt fĂŒr Mittel wie Grippostad und Ladival, mit zehn Milliarden Euro oder mehr bewertet werden, hieß es damals. Im August hatte Stada-Chef Peter Goldschmidt der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die EigentĂŒmer befĂ€nden sich in einer Orientierungsphase, in der erste SondierungsgesprĂ€che stattfĂ€nden.

Das Russland-GeschĂ€ft von Stada, das zuletzt rund 15 Prozent zum Umsatz beitrug, wurde jedoch als eine der HĂŒrden fĂŒr einen Verkauf gesehen. Ein Kauf von Stada inklusive Russland-AktivitĂ€ten galt zumindest fĂŒr Interessenten aus Europa oder den USA kaum als vertretbar. Daher wurde schon lĂ€nger ĂŒber eine Abspaltung spekuliert. Stada hatte sich trotz des Kriegs in der Ukraine nicht aus Russland zurĂŒckgezogen und verwies stets auf die medizinische Versorgung der Menschen vor Ort.

Die Ausgliederung des Russland-GeschĂ€fts könnte ein Vorgriff auf einen möglichen Verkauf oder Börsengang von Stada sein, die fĂŒr 2024 erwartet werden, berichtete die "Welt am Sonntag" weiter. Die Abspaltung des Russland-GeschĂ€fts sei bereits zum Ende des dritten Quartals vollzogen worden. Damit hĂ€tten die Stada-EigentĂŒmer nun alle Optionen fĂŒr einen möglichen Verkauf.

@ dpa.de