ABB und Roche arbeiten am Labor der Zukunft
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 12:36 Uhr, dpa.deZiel der Kooperation sei es, Laborabläufe durch den Einsatz intelligenter Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) effizienter und flexibler zu gestalten sowie stärker zu vernetzen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung vom Mittwoch.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen laut den Angaben zunächst zwei Anwendungsbereiche. Zum einen sollen in der Pathologie Robotiklösungen für das Handling und die Organisation von Objektträgern entwickelt werden, um digitale und vernetzte Arbeitsabläufe zu unterstützen. Zum anderen sollen in Zentrallaboren autonome mobile Roboter Proben und Materialien zwischen Analysegeräten transportieren und damit die Laborlogistik automatisieren.
Nach Angaben der Unternehmen sollen die Systeme wiederkehrende Routineaufgaben übernehmen und das Laborpersonal entlasten, sodass sich dieses stärker auf komplexe Analysen konzentrieren kann. Gleichzeitig sollen die Lösungen die Verarbeitung beschleunigen und die Effizienz der Diagnostik erhöhen.
ABB bringt in die Kooperation seine Robotik- und Automatisierungstechnologie sowie KI-gestützte Software ein. Roche steuert seine Expertise im Bereich der Labordiagnostik und klinischer Anwendungen bei, damit die Lösungen auf die Anforderungen moderner Diagnostiklabore zugeschnitten werden.
Hintergrund der Zusammenarbeit ist der steigende Druck auf klinische Labore. Die Unternehmen verweisen auf den Fachkräftemangel, die alternde Bevölkerung sowie die zunehmende Bedeutung der personalisierten Medizin, die den Bedarf an effizienteren Laborprozessen erhöhen.
