Rote Zahlen bei Thyssenkrupp - Stahl-Ergebnis nahezu halbiert
14.08.2024 - 07:05:12 | dpa.deUnter dem Strich lief ein Verlust von 54 Millionen Euro auf, wie das Unternehmen am Mittwoch in Essen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 83 Millionen Euro verdient. Dabei belasteten Einmaleffekte im Volumen von 80 Millionen Euro im Anlagenbau das Ergebnis. Diese waren insbesondere auf Mehrkosten fĂŒr Altprojekte zurĂŒckzufĂŒhren, wie es hieĂ. ZusĂ€tzlich wirkte sich die Entkonsolidierung der 55-prozentigen Beteiligung Thyssenkrupp Industries India negativ aus. Bereits in den ersten beiden Quartalen hatte der Konzern Verluste verbucht.
Thyssenkrupp hat bereits im Juli vorlĂ€ufige Zahlen zum operativen GeschĂ€ft vorgelegt und seine Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023/24 gesenkt. Eine geringere Dynamik in wichtigen Kundenindustrien wie der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau und der Bauwirtschaft haben dabei die GeschĂ€fte belastet. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf rund neun Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ebit ging um knapp 40 Prozent auf 149 Millionen Euro zurĂŒck. WĂ€hrend Automotive Technology, Materials Services und Marine Systems ihre Ergebnisse verbessern konnten, wurde das Ergebnis im Stahl-Bereich mit 100 Millionen Euro nahezu halbiert.
FĂŒr das Automobilzulieferer-GeschĂ€ft kĂŒndigte Thyssenkrupp eine Neuausrichtung im Karosseriebau an. In diesem Zusammenhang sollen bis zu 400 Stellen in Deutschland gestrichen werden. Parallel dazu sollen die KapazitĂ€ten an anderen Standorten auĂerhalb von Deutschland erhöht werden. Die Umsetzung ist den Angaben zufolge schrittweise bis zum Ende des GeschĂ€ftsjahres 2024/2025 geplant. Den Verkaufsprozess fĂŒr den Bereich Automation Engineering stoppte Thyssenkrupp vorerst. Dagegen liefen die GesprĂ€che mit potenziellen Interessenten fĂŒr den Bereich Federn und Stabilisatoren weiter.
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