Ălschock: Iran-Krieg könnte Lage bei Insolvenzen verschĂ€rfen
12.03.2026 - 12:20:20 | dpa.deSollte der Krieg im Nahen Osten mit erhöhten Energiepreisen lĂ€nger dauern, wĂŒrde die bisher erwartete Entspannung bei den Insolvenzen schwĂ€cher ausfallen, warnt der BVR in einer neuen Studie.
"Im Falle nochmals steigender Energiepreise ĂŒber einen langen Zeitraum könnten die Insolvenzzahlen 2026 sogar nochmals ansteigen und die Trendwende in diesem Jahr ausbleiben." Das sei aber der schlimmste anzunehmende Fall.
In einem wahrscheinlichen Basisszenario rechnet der Verband mit einem Ende des Krieges in wenigen Wochen und einem schnellen RĂŒckgang der Energiepreise. "In diesem Fall dĂŒrften die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2026 um 3,7 Prozent auf 23.100 FĂ€lle sinken und die Verbraucherinsolvenzen leicht um 1,0 Prozent auf 76.500 FĂ€lle zurĂŒckgehen", sagte BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley.
Iran-Krieg bremst Wirtschaft
Wegen der Wirtschaftskrise rutschen viele Firmen in die Pleite. Im vergangenen Jahr wuchsen die Unternehmensinsolvenzen laut der Angaben um rund zehn Prozent, die Verbraucherinsolvenzen legten um neun Prozent zu.
Der BVR verweist aber darauf, dass viele Unternehmen ihre Eigenkapitaldecke verbessert haben und die Verschuldung der Privathaushalte moderat sei. Zusammen mit der erhofften Erholung der Wirtschaft könne sich die Lage bei den Insolvenzen entspannen.
Der BVR erwartet, dass die Konjunkturerholung vom Iran-Krieg gebremst wird. Im Szenario eines schnellen Sinkens der Energiepreise auf den Stand vor dem Konflikt dĂŒrfte die Wirtschaft 2026 preisbereinigt um 1,0 Prozent wachsen.
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