Feuergefahr in L.A. bleibt - Starkwinde erwartet
18.01.2025 - 10:12:33Nach Angaben des Wetterdienstes in SĂŒdkalifornien könnten am Montag die gefĂŒrchteten Santa-Ana-Winde zurĂŒckkehren. Diese starken Föhnwinde und die sehr trockene Vegetation begĂŒnstigen die schnelle und unberechenbare Ausbreitung bereits existierender und neuer BrĂ€nde. Feuerwehr-Sprecher Colin Noyes sagte laut der "Los Angeles Times" mit Blick auf die Wetterprognose fĂŒr die kommende Woche, die Feuerwehrleute wĂŒrden weiterhin jeden Tag "aggressiv" gegen die BrĂ€nde vorgehen.
KĂŒhlere Temperaturen und abflauende Winde waren in den letzten Tagen den Einsatzteams zu Hilfe gekommen. Das "Eaton"-Feuers nahe Pasadena ist nun zu 65 Prozent unter Kontrolle, das "Palisades"-Feuer am Westrand von Los Angeles zu 39 Prozent. Nach ersten SchĂ€tzungen wurden in der Region mehr als 12.000 GebĂ€ude zerstört oder beschĂ€digt. Die Zahl der bestĂ€tigten TodesfĂ€lle stieg auf 27, einige Menschen werden noch vermisst.
Mehr RĂŒckkehrer
Zehn Tage nach Ausbruch der FlĂ€chenbrĂ€nde konnten erstmals Anwohner in einige der betroffenen Gebiete zurĂŒckkehren. Mehr als 11.000 Menschen hatten damit wieder Zugang zu Zonen, die aufgrund des "Palisades"-Feuers bisher gesperrt waren, berichtete der Sender KABC. Polizisten und Nationalgarde kontrollierten, dass tatsĂ€chlich nur berechtigte Anwohner durchgelassen wurden. Damit sollten mögliche PlĂŒnderungen und EinbrĂŒche verhindert werden.
Viele verbrannte Gebiete sind weiterhin gesperrt. Die Behörden verwiesen unter anderem auf Giftstoffe in dem Brandschutt. Die Suche nach möglichen Opfern in der Katastrophenzone geht weiter. Zudem muss der Zustand der zerstörten oder beschĂ€digten GebĂ€ude geprĂŒft werden.
MaĂnahmen gegen Preiswucher
Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta kĂŒndigte an, gegen Preistreiberei rigoros vorzugehen. Er habe mehr als 200 Warnbriefe an Hotels, Vermieter und Hausbesitzer verschickt, denen Preiswucher vorgeworfen werde, berichtete die "Los Angeles Times". Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom erlieĂ unterdessen ein Dekret gegen ZwangsrĂ€umungen, wenn Mieter wĂ€hrend der Feuerkatastrophe HilfsbedĂŒrftigen in ihrer Wohnung Unterschlupf bieten.
Verschobene TrophÀen-Gala findet statt
Zweimal wurde die Vergabe der Critics Choice Awards aufgrund der Feuerkrise verschoben. Nun haben die Verleiher der renommierten Kritikerpreise einen neuen Termin festgesetzt. Die Gala soll am 7. Februar in Santa Monica ĂŒber die BĂŒhne gehen. Sie war ursprĂŒnglich fĂŒr den 12. Januar geplant gewesen. Mit knapp 600 Mitgliedern ist die Critics Choice Association (CCA) der gröĂte Kritikerverband fĂŒr Film und Fernsehen in den USA und Kanada.

