Wettbewerb, Deutschland

Moskau fordert weitere AufklÀrung der Nord-Stream-AnschlÀge

28.08.2025 - 14:31:05

Der Kreml hat die Festnahme eines Ukrainers im Zusammenhang mit der Sabotage an den Nord-Stream-Gaspipelines als Fortschritt begrĂŒĂŸt.

"Es ist zweifellos befriedigend, dass die Ermittlungen laufen, und wir wollen hoffen, dass sie tatsĂ€chlich zu Ende gefĂŒhrt werden und nicht nur die TĂ€ter, sondern auch die Hinterleute dieser Terrorakte genannt werden", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland sei an den Ermittlungen aber weiterhin nicht beteiligt, beklagte er.

In Italien war vergangene Woche ein Ukrainer festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, an der Sprengung der Pipeline beteiligt gewesen zu sein. Kiew bestreitet, hinter dem Anschlag zu stecken.

Ende September 2022 waren mehrere Explosionen in der NÀhe der dÀnischen Ostsee-Insel Bornholm registriert und wenig spÀter vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen der Nord-Stream-Pipelines entdeckt worden. Die Behörden in Schweden, Deutschland und in DÀnemark nahmen die Ermittlungen auf und kamen zu dem Schluss, dass die Detonationen durch Sabotage hervorgerufen wurden.

Russland hat USA und Großbritannien verantwortlich gemacht

VerdĂ€chtigungen gingen in verschiedene Richtungen, darunter auch gen Moskau. Die russische FĂŒhrung hat diese VorwĂŒrfe stets zurĂŒckgewiesen und ihrerseits unter anderem die Geheimdienste aus den USA und Großbritannien fĂŒr den Anschlag verantwortlich gemacht.

Gas floss allerdings schon vor der Sprengung nicht mehr durch die Leitungen. Nach Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte Russland die Lieferungen ĂŒber Nord Stream schrittweise gedrosselt und Anfang September 2022 völlig eingestellt; angeblich wegen technischer Probleme. Beobachter vermuteten, dass damit der Druck auf den Westen und insbesondere Deutschland erhöht werden sollte, wegen des Kriegs erlassene Sanktionen gegen Russland zurĂŒckzunehmen.

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