Kreml kritisiert Trump, aber nur leicht
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 15:41 Uhr, dpa.deTrump ziele nicht auf eine Eskalation des Konflikts, bescheinigte ihm Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Eher sehen wir einen Irrglauben im WeiĂen Haus in Bezug darauf, dass man mit Hilfe von Eskalation und militĂ€rischem Druck einen Ausweg zu einer friedlichen Lösung erzwingen kann", sagte Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge.
GrundsĂ€tzlich Neues hat der Gipfel nach Darstellung Peskows nicht gebracht. "Wir haben keine rosa Brille auf", sagte er. Die USA hĂ€tten auch schon vor dem Gipfel die Ukraine militĂ€risch unterstĂŒtzt.
Trump hatte beim Gipfel der Ukraine ĂŒberraschend Zusagen zum Nachbau von Flugabwehrraketen fĂŒr den Patriot-Komplex gemacht und sogar den kĂŒrzlich von ihm noch gescholtenen ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj gelobt. Dieser habe einen "erstaunlichen Job gemacht", sagte Trump. Dabei bezog er sich konkret auf die Taktik der Ukrainer gegen die russische Invasion, mit Langstreckendrohnen strategische Ziele des Nachbarn anzugreifen. Dies sei zwar eine Eskalation, vielleicht könne aber genau das helfen, Frieden zu erreichen.
Moskau fĂŒhrt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine und versucht mit militĂ€rischem Druck territoriale und politische ZugestĂ€ndnisse Kiews zu erzwingen. Zugleich betont der Kreml stets, dass es zwecklos sei, zu versuchen, mit militĂ€rischem Druck Russland Kompromisse abzuringen.
