ROUNDUP, Kreml

Kreml: AuslÀndische Soldaten in Ukraine Gegenstand von Verhandlungen

17.12.2025 - 14:08:06

Der Kreml sieht eine Stationierung auslÀndischer Truppen in der Ukraine als Gegenstand von Verhandlungen.

Die russische Position zur Stationierung sei auf allen Ebenen kommuniziert und allen bekannt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben russischer Agenturen. Sie sei absolut konsequent. "Aber noch mal, das ist Thema der Verhandlungen", fĂŒgte er hinzu.

Nach Vorstellung der EuropĂ€er könnte eine von Europa gefĂŒhrte, multinationale Truppe nach Abschluss eines Waffenstillstands in der Ukraine stationiert werden und dessen Einhaltung ĂŒberwachen. Sie wĂ€re damit Teil der von Kiew geforderten Sicherheitsgarantien gegen einen neuerlichen russischen Angriff.

Der Vorschlag war bei den GesprÀchen in Berlin zwischen EuropÀern und Ukrainern wieder aufgekommen. Von US-Seite gibt es dazu bisher keine öffentlich bekannte Position, Washington hat auch ein dazu von der Bundesregierung veröffentlichtes Papier nicht unterzeichnet.

Peskow ließ offen, welche Verhandlungen er meint, und sagte dabei nicht, dass Russland bereit sei, ĂŒber Truppen aus Nato-Staaten zu sprechen. Er machte aber klar deutlich, dass Russlands Position einer kategorischen Ablehnung solcher Truppen unverĂ€ndert sei.

Nach Angaben Peskows wurde Russland bislang nicht offiziell ĂŒber den Stand der GesprĂ€che zwischen USA, Europa und Ukraine informiert. Der UnterhĂ€ndler von US-PrĂ€sident Donald Trump, Steve Witkoff, werde diese Woche auch nicht mehr in Moskau erwartet, sagte er. Russland werde daher nicht öffentlich einzelne Punkte einer Regulierung des Konflikts erörtern, sagte er.

Russland bisher gegen Stationierung westlicher Truppen

In der Vergangenheit hat Russland die Idee einer Stationierung westlicher Truppen scharf kritisiert: Außenminister Sergej Lawrow drohte erst in der vergangenen Woche, dass "solche sogenannten Friedenstruppen fĂŒr uns sofort zu legalen Zielen werden", wenn sie in der Ukraine stationiert wĂŒrden. Moskauer Politiker warnen auch vor einem Dritten Weltkrieg, sollten tatsĂ€chlich Truppen aus Nato-Staaten in der Ukraine stationiert werden.

Kremlchef Wladimir Putin hatte zudem den Krieg auch damit begrĂŒndet, einen Nato-Beitritt der Ukraine und somit die Anwesenheit von Soldaten der in Moskau als feindlich empfundenen MilitĂ€rallianz verhindern zu mĂŒssen. Er hatte erklĂ€rt, dass bei einem möglichen Friedensabkommen ĂŒberhaupt keine auslĂ€ndischen Soldaten in der Ukraine im Einsatz sein mĂŒssten, weil der Konflikt dann grundsĂ€tzlich gelöst sei.

@ dpa.de