Ergebnisse, Produktion/Absatz

Boeing: Mehr Jets und weniger Mittelabfluss im ersten Quartal - Kurssprung

19.03.2025 - 15:54:25

Der kriselnde Flugzeughersteller Boeing US0970231058 rechnet dank einer stÀrkeren Jet-Produktion mit weniger Mittelabfluss im ersten Quartal.

Boeing könnte "mehrere hundert Millionen US-Dollar" weniger Geld verbrennen als erwartet, erklÀrte Finanzchef Brian West am Mittwoch in einer Konferenz der Bank of America. Die Produktion des Pannenjets 737 Max laufe ziemlich gut. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.

Die Boeing-Aktie gewann im frĂŒhen US-Handel fast sechs Prozent auf rund 171 Dollar und war stĂ€rkster Gewinner im US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048. Dennoch wurde das Papier noch rund drei Prozent billiger gehandelt als zum Jahreswechsel.

Der US-Konzern steckt seit 2019 in einer tiefen Krise. Damals waren zwei Mittelstreckenjets vom Typ 737 Max abgestĂŒrzt und hatten 346 Menschen in den Tod gerissen. Luftfahrtbehörden in aller Welt verhĂ€ngten Flugverbote fĂŒr Boeings meistgefragtes Modell. Die BeschrĂ€nkungen wurden nach einigen Verbesserungen zwar wieder aufgehoben, doch MĂ€ngel an diesem und anderen Modellen machen Boeing weiter zu schaffen.

Nach einem gefĂ€hrlichen Zwischenfall Anfang 2024 stellte die US-Luftfahrtbehörde FAA den Hersteller sogar unter strenge Aufsicht. Seitdem darf Boeing die Produktion der 737 nicht mehr ĂŒber 38 Maschinen pro Monat hochfahren. Im Herbst legte schließlich ein wochenlanger Streik die Flugzeugproduktion lahm.

Im vergangenen Jahr hatte Boeing mehr als 14 Milliarden Dollar an Barmitteln verbrannt. Die Zahlen des ersten Quartals lĂ€gen im Rahmen der Erwartungen, sagte West, obwohl Boeing eine Einmalbelastung von 150 Millionen Dollar schultern mĂŒsse. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Mittelabfluss von 3,9 Milliarden Dollar. Dabei dĂŒrften die AbflĂŒsse weiter schrumpfen und sich Ende des Jahres ins Positive wenden.

Boeing-Chef Kelly Ortberg hatte bereits signalisiert, dass der Hersteller die von der FAA kritisierten MĂ€ngel behebt. Er will in diesem Jahr monatlich 38 Maschinen der 737-Reihe produzieren.

Im MĂ€rz dĂŒrften die Auslieferungen der 737 und des Langstreckenjets 787 "Dreamliner" Ă€hnlich hoch ausfallen wie im Februar, sagte West. Da hatte Boeing ĂŒber alle Modellreihen hinweg 44 Verkehrsjets ausgeliefert. In den ersten beiden Monaten des Jahres waren es insgesamt 89 und damit deutlich mehr als beim weltgrĂ¶ĂŸten Flugzeughersteller Airbus NL0000235190 aus Europa, der typischerweise schwach ins Jahr startet und meist gegen Jahresende besonders viele Jets an seine Kunden ĂŒbergibt.

@ dpa.de | NL0000235190 ERGEBNISSE