Devisen: Euro behauptet Gewinne - Argentinischer Peso gerÀt deutlich unter Druck
08.09.2025 - 21:04:34 | dpa.deZuletzt kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,1754 US-Dollar. Im frĂŒhen europĂ€ischen GeschĂ€ft hatte der Euro noch unter 1,17 Dollar notiert. GestĂŒtzt wurde der Euro durch die Aussicht auf sinkende Leitzinsen in den USA. Die EuropĂ€ische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1728 (Freitag: 1,1697) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8527 (0,8549) Euro.
Der Euro wird weiter durch die Aussicht auf eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed Mitte des Monats gestĂŒtzt. "Ein leicht enttĂ€uschender US-Arbeitsmarktbericht verstĂ€rkte die Hoffnungen auf Leitzinssenkungen", hieĂ es bei der Dekabank. Die im frĂŒhen europĂ€ischen GeschĂ€ft veröffentlichten Konjunkturdaten aus Deutschland waren ĂŒberwiegend enttĂ€uschend ausgefallen. So sind die deutschen Exporte im Juli unerwartet deutlich gefallen. Die Ausfuhren in die USA sanken auf den niedrigsten Stand seit Ende 2021.
Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe hingegen stieg im Juli zwar stĂ€rker als erwartet. Es ist der erste Anstieg der Fertigung seit MĂ€rz. Analyst Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg verwies aber auf den schwachen Auftragseingang, bedingt durch die aggressive Zollpolitik der US-Regierung. "Immerhin ist der Auftakt fĂŒr das dritte Quartal aber nicht so schlecht wie befĂŒrchtet", betonte der Experte.
In der Eurozone hat sich die EinschĂ€tzung von Finanzmarktexperten zur weiteren konjunkturellen Entwicklung ĂŒberraschend weiter verschlechtert. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator fiel im September auf den niedrigsten Wert seit April.
Der argentinische Peso ist zu allen wichtigen WĂ€hrung stark unter Druck geraten. Argentiniens ultraliberaler PrĂ€sident Javier Milei hat bei den Wahlen in der Provinz Buenos Aires eine schwere Schlappe hinnehmen mĂŒssen. Seine Partei La Libertad Avanza (Die Freiheit schreitet voran) kam bei der Abstimmung nur auf knapp 34 Prozent der Stimmen, die linke Opposition auf ĂŒber 47 Prozent.
Mit seinem harten Sparkurs polarisiert Milei: Zwar ist es dem Wirtschaftswissenschaftler gelungen, die Inflation in dem hoch verschuldeten Land deutlich zu drĂŒcken und den Staatshaushalt auszugleichen. Allerdings verloren auch zahlreiche Menschen ihren Arbeitsplatz, Subventionen beispielsweise fĂŒr Strom, Gas und den öffentlichen Nahverkehr wurden gestrichen.
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