Devisen: Euro verteidigt Vortagsgewinne
12.12.2025 - 10:39:11Die europÀische GemeinschaftswÀhrung kostete am Vormittag 1,1731 US-Dollar. Der Euro verteidigte so seine deutlichen Vortagsgewinne. Er war am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober gestiegen.
Belastet wurde der Dollar durch die am Vortag enttĂ€uschend ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Die Zahl der ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche viel stĂ€rker gestiegen als erwartet. Es war der krĂ€ftigste Anstieg seit MĂ€rz 2020, also zu Beginn der Corona-Pandemie. Die Daten verstĂ€rkten die Spekulationen auf weitere Leitzinssenkungen im kommenden Jahr. Die US-Notenbank hatte ihre jĂŒngste Leitzinssenkung auch mit der SchwĂ€che am Arbeitsmarkt begrĂŒndet. Marktbewegende Konjunkturdaten werden in den USA im weiteren Handelsverlauf nicht veröffentlicht.
Unter Druck stand der japanische Yen. Premierministerin Sanae Takaichi hat am Donnerstag eine Mehrheit fĂŒr ihr Fiskalpaket im japanischen Unterhaus erhalten. In der kommenden Woche dĂŒrfte es auch das Oberhaus passieren. Das Paket ist zudem deutlich höher ausgefallen als erwartet. "Allerdings wird ein solches Paket mittelfristig den Inflationsdruck erhöhen und damit auf den realen Zinsen und dem Yen lasten", kommentierte Commerzbank-Experte Volkmar Baur.
Die Erwartung, dass die japanische Notenbank angesichts der gestiegenen Inflation den Leitzins in der kommenden Woche anheben wird, stĂŒtzt den Yen in diesem Umfeld nicht. Es wird erwartet, dass der Leitzins auf 0,75 Prozent angehoben wird. Seit 1995 hat der Zinssatz nicht mehr als 0,5 Prozent betragen.

