Devisen, Eurokurs

Devisen: Eurokurs sinkt - Yen nach BIP-Daten schwÀcher zum US-Dollar

19.05.2026 - 09:24:23 | dpa.de

Der Kurs des Euro EU0009652759 ist am Dienstag gesunken.

Am Morgen wurde die GemeinschaftswÀhrung bei 1,1631 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1648 Dollar festgesetzt.

Eine zeitweise allgemein freundliche Stimmung an den FinanzmĂ€rkten, die auch den Euro zu Beginn der Woche gestĂŒtzt hatte, war nicht von langer Dauer. Da im weiteren Handelsverlauf keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm stehen, bleibt die Geopolitik ein bestimmender Faktor am Devisenmarkt. "Im Fokus bleiben die Anzeichen darĂŒber, ob und wie die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die nĂ€chste Phase erreichen", schreiben Analysten der Dekabank in einem Marktkommentar.

Zuletzt hatte US-PrĂ€sident Donald Trump nach eigenen Angaben auf einen angeblich fĂŒr heute geplanten Angriff auf den Iran vorerst verzichtet. Mehrere Golfstaaten hĂ€tten ihn darum gebeten, es liefen "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Allerdings haben mehrere Vertreter der von Trump aufgefĂŒhrten Golfstaaten dem "Wall Street Journal" zufolge erklĂ€rt, ihnen sei der vom US-PrĂ€sidenten erwĂ€hnte angebliche Plan fĂŒr einen Angriff auf den Iran nicht bekannt.

Nach EinschĂ€tzung der Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank bleibt die Geopolitik in den kommenden Tagen ein bestimmender Faktor fĂŒr die weitere Kursentwicklung. Es sei unklar, ob die USA gegen Ende der Woche nicht doch einen erneuten Angriff auf den Iran planen. Oder ob Trumps jĂŒngste Drohungen einer erneuten Eskalation ein taktisches Manöver gewesen seien, um den Druck auf den Iran hin zu einer Friedenslösung zu erhöhen, sagte Praefcke.

Der japanische Yen konnte am Morgen nicht von unerwartet starken Konjunkturdaten profitieren. Die WĂ€hrung gab im Handel mit dem US-Dollar etwas nach, obwohl Japans Wirtschaft im ersten Quartal stĂ€rker als erwartet gewachsen war. Zwar haben Exporte die Konjunktur in den ersten drei Monaten gestĂŒtzt, heißt es in einer EinschĂ€tzung des Analysten Matthias Krieger von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg. Allerdings stellen die hohen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs fĂŒr das ressourcenarme Japan in den kommenden Monaten "eine große Herausforderung" dar.

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