Devisen, Eurokurs

Devisen: Eurokurs unter 1,14 US-Dollar nur wenig verÀndert

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 09:05 Uhr | dpa.de

Der Kurs des Euro EU0009652759 ist am Freitag nach seinem Vortagesrutsch unter der Marke von 1,14 US-Dollar geblieben.

Am Morgen mussten fĂŒr die GemeinschaftswĂ€hrung 1,1385 Dollar gezahlt werden und damit in etwa so viel wie am Vorabend.

Die VerschĂ€rfung im Krieg zwischen den USA und dem Iran samt deutlich gestiegener Ölpreise und damit verbundener Inflationssorgen hatte dem Dollar am Vortag Auftrieb verliehen und im Gegenzug den Euro belastet. So hatte das Eingreifen der mit dem Iran verbĂŒndeten Huthi-Miliz aus dem Jemen in den Konflikt die Ölpreise weiter hochgetrieben.

Die Huthis hatten Angriffe auf zwei saudische Öltanker fĂŒr sich reklamiert, die eine von ihr ausgerufene "Blockade" im Roten Meer missachtet hĂ€tten. Damit ist eine weitere kritische Front entstanden. Denn: Das Rote Meer ist fĂŒr Saudi-Arabien eine wichtige alternative Exportroute, auf die zumindest ein Teil des Ölverkehrs umgeleitet werden kann, der sonst durch die Straße von Hormus geht. Die USA schlugen inzwischen die 13. Nacht in Folge mit Angriffen auf Ziele im Iran zurĂŒck.

Die Zinsentscheidung der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) am Vortag hatte derweil dem Devisenmarkt keine wesentlichen Impulse geliefert. Die WĂ€hrungshĂŒter legten eine Zinspause ein. "Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollstĂ€ndig zum Tragen gekommen", mahnte EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde.

Unterdessen verhĂ€ngten die Vereinigten Staaten ab sofort neue Zölle gegen 60 Handelspartner, darunter auch auf Waren aus der EuropĂ€ischen Union. Die Auswirkungen auf die MĂ€rkte dĂŒrften sich vorerst aber in Grenzen halten, schrieb Devisen-Experte Michael Pfister von der Commerzbank am Morgen. Die neuen Zölle seien lediglich Ersatz fĂŒr die auslaufenden generellen Zölle und das Weiße Haus habe zudem eine 55 Seiten lange Liste an Ausnahmen veröffentlicht.

Im Fokus stehen am Vormittag noch Stimmungsdaten aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor aus der Eurozone. Am Nachmittag folgen dann entsprechende Daten aus den USA.

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