AMS Osram schreibt Gewinne - StÀrkeres zweites Halbjahr erwartet
31.07.2025 - 09:02:14FĂŒr den weiteren Jahresverlauf zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, auch dank erwarteten Fördergeldern aus Ăsterreich.
Das bereinigte Nettoergebnis erreichte 18 Millionen Euro, nach einem Verlust von einer Million im Vorjahr sowie 23 Millionen im Vorquartal, wie AMS Osram am Donnerstag mitteilte. Auch der ausgewiesene Gewinn fiel mit einer Million leicht positiv aus.
Die jedes Quartal anfallenden Bereinigungen wie Transformationskosten, Kaufpreisallokationen und aktienbasierte VergĂŒtungen seien durch einen einmaligen positiven Effekt aus der Beilegung eines jahrzehntelangen Rechtsstreits ĂŒber missbrĂ€uchliche Verwendung von GeschĂ€ftsgeheimnissen seitens der Gegenpartei reduziert worden, erklĂ€rte AMS-Osram.
Andere wichtige Eckwerte hatte das österreichische Unternehmen, das an der Schweizer Börse gelistet ist, bereits vor einer Woche veröffentlicht: Der Umsatz sank demnach um 5 Prozent auf 775 Millionen Euro und der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich auf 145 Millionen Euro von 135 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Dies entspricht einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,8 Prozent (VJ 16,5 Prozent).
Nun veröffentlichte das Unternehmen weitere Details: So habe das HalbleitergeschÀft 582 Millionen Euro beziehungsweise drei Viertel zum Umsatz beigesteuert und damit weniger als im Vorjahresquartal, als noch 596 Millionen zu Buche standen.
Das Wachstum mit Sensorprodukten habe die Bestandskorrektur in der LED-Lieferkette fĂŒr die Automobilindustrie und die Einstellung von Nicht-KerngeschĂ€ft ausgeglichen. Und trotz der Bestandskorrektur habe sich das AutogeschĂ€ft insgesamt verbessert. Auf vergleichbarer Basis wĂ€re der Umsatz demnach um rund 7 Prozent gestiegen.
Im LampengeschĂ€ft fĂŒhrte eine Bestandsanpassung im KFZ-ErsatzlampengeschĂ€ft bei den amerikanischen Detailhandelsketten zu einem UmsatzrĂŒckgang von 14 Prozent. Eine gewisse SchwĂ€che auf dem europĂ€ischen Markt und der schwĂ€chere Dollar hĂ€tten ebenfalls dazu beigetragen.
In der Mitteilung vom Donnerstag zeigt sich das Unternehmen sehr zuversichtlich fĂŒr den weiteren Jahresverlauf: Dank einer guten Dynamik bei der Sparte Design-Wins habe das Unternehmen sich viel zukĂŒnftiges HalbleitergeschĂ€ft sichern können.
"Wir erwarten eine stĂ€rkere zweite JahreshĂ€lfte, auch wenn der schwĂ€chere US-Dollar die Gesamtergebnisse belastet und die Zollpolitik fĂŒr anhaltende Unsicherheit sorgt", erklĂ€rte AMS-Osram-Chef Aldo Kamper. Der Plan, die Schuldenlast schneller zu reduzieren, gehe auf.
Der freie Mittelzufluss sei im zweiten Quartal mit minus 14 Millionen Euro leicht negativ gewesen. Dennoch sei dies eine Verbesserung gegenĂŒber dem Startquartal 2025 (minus 119 Millionen Euro). Weiterhin hĂ€lt AMS Osram am Ziel von 100 Millionen Free Cashflow im Gesamtjahr fest. Das Unternehmen erwarte im weiteren Jahresverlauf erhebliche MittelzuflĂŒsse aus einer staatlichen Investitions-Förderung in Ăsterreich.
Den vor einer Woche abgegebenen Ausblick fĂŒr das dritte Quartal bestĂ€tigte AMS Osram: Aufgrund der DollarschwĂ€che dĂŒrfte der Konzernumsatz mit 790 bis 890 Millionen Euro tiefer ausfallen als im Vorjahresquartal mit 881 Millionen. Die bereinigte Ebitda-Marge solle im dritten Quartal von 18,8 auf 19,5 Prozent steigen bei einer möglichen Schwankungsbreite von 1,5 Prozent.

