Aktien Europa: Kaum verÀndert - Hochstufung treibt DocMorris-Aktie an
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 12:10 Uhr, dpa.de"Es ist die Wiederholung des bekannten und bereits mehrfach durchlebten Eskalationsszenarios", erklĂ€rte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die Gelassenheit an den AktienmĂ€rkten. Allerdings ziehe der Ălpreis wieder an, was neue Angst vor einer nĂ€chsten Inflationswelle schĂŒren könne.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 zeigte sich gegen Mittag mit plus 0,1 Prozent auf 6.277 Punkte wenig verĂ€ndert. AuĂerhalb des Euroraums gewann der Schweizer SMI CH0009980894 0,06 Prozent auf 14.245 Punkte und der britische FTSE 100 GB0001383545 stieg um 0,1 Prozent auf 10.502 ZĂ€hler.
Das US-MilitĂ€r hatte in der Nacht auf Montag den Iran erneut fĂŒr mehrere Stunden angegriffen, nachdem bereits am Wochenende Angriffe erfolgt waren. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die StraĂe von Hormus zu erschweren, hieĂ es. Es war die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zum vergangenen Mittwoch wieder aufgeflammt waren. Zuletzt erklĂ€rte das US-MilitĂ€r seine Angriffe fĂŒr beendet.
SchwÀchster Sektor war der Stoxx Europe 600 Technology EU0009658921. Erneut standen vor allem die stark gelaufenen Halbleiteraktien unter Druck. Infineon DE0006231004 und ASML NL0010273215 sanken im EuroStoxx jeweils um etwas mehr als ein Prozent und STMicro NL0000226223 gaben in Paris um 0,9 Prozent nach.
Angesichts steigender Ălpreise zĂ€hlte der Ăl- und Gassektor Stoxx Europe 600 Oil& Gas EU0009658780 dagegen zu den gefragtesten in Europa. Eni IT0003132476 und Totalenergies FR0000120271 gehörten im EuroStoxx mit jeweils etwas mehr als anderthalb Prozent Plus zu den Favoriten. In London gewannen BP GB0007980591 2,0 Prozent und Shell GB00BP6MXD84 0,7 Prozent.
DocMorris CH0042615283 sprangen in ZĂŒrich nach einen positiven Analystenkommentar um 11,3 Prozent hoch. Jan Koch von Deutsche Bank DE0005140008 Research verdoppelte das Kursziel der Aktie der Versand-Apotheke und sprach nun eine Kaufempfehlung aus. Die Ergebnisse des zweiten Quartals dĂŒrften positiv ĂŒberraschen, erwartet er. Koch sieht auch Potenzial fĂŒr eine Anhebung der Jahresprognosen. Das Risiko einer KapitalmaĂnahme sei zudem gesunken und die Anleger richteten ihren Fokus zunehmend auf das Gewinnwachstum und die Verbesserungen beim Barmittelzufluss. Zudem werde das Potenzial des Online-Arzt-Service TeleClinic weiterhin unterschĂ€tzt.
FĂŒr das Papier von Akzo Nobel NL0013267909 ging es in Amsterdam um 2,0 Prozent hoch. Eine Ăbernahmeofferte fĂŒr die Decorfarben-Sparte trieb die Aktie des Farben- und Lackherstellers an. Der Verwaltungsrat lehnte den Verkauf der Sparte fĂŒr 7,5 Milliarden Euro an Nippon Paint jedoch ab. Analyst James Hooper von Bernstein hĂ€lt einen Verkauf angesichts der laufenden Fusion mit dem US-Autolackhersteller Axalta zwar fĂŒr strategisch sinnvoll, da es mit Axalta vor allem in den Bereichen Beschichtungen und Konzernfunktionen Synergien fĂŒr Akzo gebe. Der gebotene Preis sei jedoch zu gering, konstatierte er.
