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MĂ€c Geiz stellt Insolvenzantrag - Filialschließungen möglich

12.05.2026 - 12:19:15 | dpa.de

Der Non-Food-Discounter MĂ€c Geiz ist in finanzielle Schieflage geraten.

Die MĂ€c Geiz Handelsgesellschaft mbH hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle (Saale) gestellt. Dies wurde auf der amtlichen Internetseite Insolvenzbekanntmachungen.de mitgeteilt. Ebenfalls betroffen ist demnach die fĂŒr die Verwaltung zustĂ€ndige MTH Retail Services (Germany) GmbH. Zum vorlĂ€ufigen Sachwalter bestellt wurde der Rechtsanwalt Lucas Flöther.

Der GeschĂ€ftsbetrieb in den gut 180 Filialen soll vorerst weiterlaufen. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es erforderlich, sich grundlegend neu aufzustellen, teilte MĂ€c Geiz mit. Dies werde auch Filialschließungen umfassen. SĂ€mtliche Standorte sollen demnach hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation und ProfitabilitĂ€t ĂŒberprĂŒft werden. Welche Standorte betroffen sein werden, ist noch unklar. Die BeschĂ€ftigten erhalten laut Mitteilung fĂŒr drei Monate Insolvenzgeld. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet.

MĂ€c Geiz ist in Landsberg in Sachsen-Anhalt beheimatet. Die Filialen befinden sich ĂŒberwiegend in Ostdeutschland. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben knapp 1.200 BeschĂ€ftigte. MĂ€c Geiz verkauft Produkte des tĂ€glichen Bedarfs wie Haushaltswaren und Drogerieartikel sowie Schreibwaren. Die Kette konkurriert unter anderem mit HĂ€ndlern wie Action, Tedi und Woolworth.

Kodi hat MĂ€c Geiz ĂŒbernommen

Der Discounter MĂ€c Geiz begrĂŒndete den Insolvenzantrag mit der anhaltenden KonsumzurĂŒckhaltung der Verbraucher, steigenden Lebenshaltungskosten sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten. Ein weiterer Grund sei die KĂŒndigung der Warenkreditversicherung, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens.

Der Non-Food-Discounter hatte erst kĂŒrzlich den Besitzer gewechselt. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, ĂŒbernahm die Kette. Bisheriger Gesellschafter war die MTH Retail Group mit Sitz in Österreich. Beide Markennamen sollen bestehen bleiben.

Der EinzelhÀndler Kodi, der sich selbst als Haushaltsdiscounter bezeichnet, hat seinen Firmensitz in Oberhausen. Das Unternehmen betreibt 150 Filialen in westdeutschen BundeslÀndern, die meisten in Nordrhein-Westfalen.

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