Ostdeutscher Maschinenbau mit Auftragsplus
06.02.2026 - 15:27:45Die Bestellungen hÀtten real um rund 3 Prozent angezogen, wÀhrend der Auftragseingang bundesweit stagniert habe, informierte der Branchenverband VDMA. Aufs gesamte Jahr gesehen habe vor allem eine höhere Nachfrage aus dem Ausland - hauptsÀchlich aus dem Euroraum - zu dem Wachstum beigetragen: plus 4 Prozent.
Zum Jahresende habe es zudem aus dem Inland einen deutlichen Schub an AuftrÀgen gegeben. Den Angaben zufolge zogen im Dezember die Inlandsbestellungen bei den Maschinen- und Anlagenbauern zwischen Ostsee und Erzgebirge um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an.
"Kein Grund zur Entwarnung" - Dazu mahnt die Branche
"Die Zahlen fĂŒr 2025 sind ein solides Fundament, aber kein Grund zur Entwarnung", erklĂ€rte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des VDMA Landesverbandes Ost, Oliver Köhn. Um das Wachstum zu verstetigen, brauche es deutlich bessere regionale Standortbedingungen. "Dazu gehört in erster Linie eine Beschleunigung der Verwaltungsprozesse, damit Investitionen im Maschinenbau und GroĂprojekte nicht durch langwierige Genehmigungsverfahren auf Landesebene ausgebremst werden." DafĂŒr mĂŒssten die LĂ€nder die Digitalisierung ihrer Behörden spĂŒrbar beschleunigen.
Mit Geld aus dem Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur und KlimaneutralitĂ€t mĂŒsse rasch Investitionen in leistungsfĂ€hige Verkehrsachsen sowie moderne Energie- und Logistikinfrastruktur anschieben. So könnten Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette dauerhaft effizient und global wettbewerbsfĂ€hig bleiben.
Zum VDMA Landesverband Ost zĂ€hlen nach eigenen Angaben etwa 350 Unternehmen, Werke und Niederlassungen des Maschinen- und Anlagenbaus in Sachsen, ThĂŒringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Im Jahresdurchschnitt 2025 bot die Branche 78.200 Menschen Arbeit. Erfasst sind dabei aber nur Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitern.

