Personaldienstleister Amadeus Fire erwartet ZuwÀchse - Aktie springt an
19.03.2024 - 13:07:07Mit Blick auf den anhaltenden FachkrÀftemangel setzt das Unternehmen auf Wachstum im GeschÀft mit Weiterbildung. Bei Personaldienstleistungen will Amadeus Fire die ProduktivitÀt verbessern.
2024 soll der Umsatz auf 470 bis 500 Millionen Euro steigen, wie das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage endgĂŒltiger Zahlen in Frankfurt mitteilte. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) wird bei 74 bis 80 Millionen Euro erwartet. Amadeus Fire rechnet im laufenden Jahr mit einem stabilen Arbeitsmarkt, das hohe BeschĂ€ftigungsniveau dĂŒrfte gehalten werden. Der FachkrĂ€ftemangel werde weiter eine groĂe Rolle spielen und die FachkrĂ€ftenachfrage auch zukĂŒnftig das Angebot ĂŒbersteigen. Amadeus Fire geht dabei im Bereich Weiterbildung von deutlich steigenden UmsĂ€tzen aus.
Im Vorjahr stieg der Konzernumsatz um 8,7 Prozent auf 442,4 Millionen Euro, das operative Ebita um 3,5 Prozent auf 70,4 Millionen Euro. Damit erzielte das Unternehmen neue Bestwerte. Allerdings verfehlte Amadeus Fire wegen eines schwÀcheren Schlussquartals, in dem ein hoher Krankenstand das GeschÀft mit Personaldienstleistungen belastete, sein Ergebnisziel. Besser als gedacht lief 2023 dagegen das Weiterbildungsegment.
Das Unternehmen bestÀtigte damit vorlÀufige Zahlen. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn von 38,4 Millionen auf 40,4 Millionen Euro. AktionÀre sollen mit 5,00 Euro je Aktie eine um 50 Cent höhere Dividende erhalten.
Die im Kleinwertesegment SDax DE0009653386 notierte Aktie legte bis zum Mittag einen Kurssprung von zwischenzeitlich mehr als acht Prozent auf rund 120 Euro hin. Damit fĂŒhrte das Papier die Gewinnerliste in dem Index mit Abstand an.
Analyst Andreas Wolf von der Warburg Bank attestierte den Frankfurtern einen positiven Ausblick. So liege das Mittel der operativen Ebita-Spanne ĂŒber seiner SchĂ€tzung, erlĂ€uterte er. Zudem unterstreiche die erhöhte Dividende, welch starke BarmittelzuflĂŒsse das GeschĂ€ftsmodell erbringen könne. Wolf empfiehlt die Aktie bei einem Kursziel von 180 Euro zum Kauf. Damit traut er ihnen einen VorstoĂ in Richtung des Rekordhochs von 2001 bei 206,50 Euro zu. 2024 liegen die Aktien noch etwas im Minus.

