DRK-PrÀsident beklagt fehlende Investitionen in Bevölkerungsschutz
07.01.2026 - 06:21:53Deutschlandweit wĂŒrden mindestens zehn Mobile Betreuungsmodule gebraucht, mit denen in lĂ€nger andauernden Krisensituationen jeweils 5.000 Menschen versorgt werden könnten, sagte Gröhe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Ausfinanziert seien jedoch nur anderthalb, im aktuellen Bundeshaushalt seien keine Finanzmittel fĂŒr weitere Module eingestellt. "Es wird in diesen Tagen deutlich, wie wichtig Ausweichmöglichkeiten und eine ausreichende Bevorratung an Materialien zur BewĂ€ltigung solcher Lagen sind", betonte der frĂŒhere CDU-Politiker und Bundesgesundheitsminister.
Der Stromausfall in Teilen Berlins zeige nochmals, wie anfĂ€llig die kritische Infrastruktur sei und welche Bedeutung der Schutz der Bevölkerung habe. "Der alleinige Blick auf das MilitĂ€rische greift zu kurz. Der Zivil- und Katastrophenschutz ist ein zentraler Bestandteil fĂŒr die gesellschaftliche WiderstandsfĂ€higkeit und Teil der Daseinsvorsorge des Staates", mahnte der DRK-PrĂ€sident.
KassenĂ€rztechef Andreas Gassen verlangte, auch das Gesundheitssystem an die angespannte Sicherheitslage anzupassen. "Auf einen Angriff mit Tausenden Opfern, nach dem zur Versorgung Verwundeter auch die Praxen gebraucht wĂŒrden, sind wir nicht ansatzweise vorbereitet", sagte der Vorsitzende der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung (KBV) der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung". "Auch vier Jahre nach dem russischen Ăberfall auf die Ukraine gibt es kein Konzept des Bundes zur optimalen Nutzung aller Ă€rztlichen Strukturen und zur Lösung von Problemen der Lagerung."

