EuropÀischer, Gaspreis

EuropĂ€ischer Gaspreis steigt auf Zweiwochenhoch - FĂŒllstand im Fokus

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 09:06 Uhr | dpa.de

Der Preis fĂŒr europĂ€isches Erdgas ist am Dienstag weiter gestiegen und hat den höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht.

Im Vergleich zum deutlichen Preissprung vom Wochenauftakt ging es mit der Notierung im frĂŒhen Handel aber nur noch leicht nach oben. Der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat wurde an der Börse in Amsterdam bei 62,50 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt. Das ist der höchste Stand seit dem 24. Juli. Die Notierung bewegt sich damit weiter in Richtung des Hochs seit Beginn des Iran-Kriegs, das im MĂ€rz bei etwa 70 Euro erreicht worden war. Vor dem Krieg lag der Preis bei etwa 30 Euro.

Am Montag hatte sich europĂ€isches Erdgas um etwa 13 Prozent verteuert, weil das Ringen der Kriegsparteien USA und Iran um die vollstĂ€ndige Wiedereröffnung der Straße von Hormus keine Fortschritte zeigt. Durch die Meerenge wird ein Großteil der Energierohstoffe aus den Förderstaaten am Golf transportiert. "Die Hoffnung auf ein zeitnahes Abkommen mit dem Iran scheint sich einmal mehr in Luft aufzulösen", kommentierten Analysten vom Bankhaus Metzler.

Der Preisanstieg beim Erdgas fiel zu Beginn der Woche deutlich stĂ€rker aus als beim Rohöl. Nach EinschĂ€tzung der Experten vom Bankhaus Metzler ist der Ölmarkt dank staatlicher Reserven besser auf LieferengpĂ€sse vorbereitet als der Gasmarkt. Die Analysten verwiesen auf die vergleichsweise niedrigen FĂŒllstĂ€nde der europĂ€ischen Gasspeicher. Diese seien Anfang August nur zu 59 Prozent gefĂŒllt. Die fĂŒr diesen Zeitraum ĂŒbliche FĂŒllmenge liege aber bei 76 Prozent.

"Legt man die Geschwindigkeit der BefĂŒllung aus den vergangenen Jahren zugrunde, so ergĂ€be sich fĂŒr den Winterbeginn ein FĂŒllstand von rund 74 Prozent", heißt es in der Analyse vom Bankhaus Metzler. Dies seien etwa zehn Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Zwar sehen die Metzler-Experten in dem vergleichsweise niedrigen FĂŒllstand keinen Grund zur Sorge. Allerdings entstehe ein Zeitdruck fĂŒr die Speicher-BefĂŒllung vor dem Start der Heizsaison, was den Wettbewerb mit asiatischen Importeuren verstĂ€rke und die Preise antreibe.

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