Ottobock startet mit ZuwÀchsen ins neue Jahr - Ziele bestÀtigt
06.05.2026 - 12:50:00 | dpa.de"Neben unserem innovationsgetriebenen Wachstum, wirkt sich unsere stringente Kostensteuerung und Umsetzung von EffizienzmaĂnahmen nachhaltig positiv aus", sagte Finanzchef Arne Kreitz am Mittwoch laut einer Mitteilung. Die Ziele fĂŒr das laufende Jahr bestĂ€tigte der Konzern aus dem niedersĂ€chsischen Duderstadt. An der Börse kam die Quartalsvorlage gut an.
Die Aktie legte zuletzt um rund 2,1 Prozent auf 58,70 Euro zu und erholte sich weiter von den jĂŒngsten Kursverlusten. Vom Ausgabepreis in Höhe von 66 Euro ist das Papier allerdings noch etwas entfernt.
Im ersten Quartal kletterten die UmsĂ€tze insgesamt um 3,4 Prozent auf 396 Millionen Euro, wie das im SDax DE0009653386 notierte Unternehmen berichtete. Im KerngeschĂ€ft lag das Plus bei 4,4 Prozent. WĂ€hrend sich die Regionen EMEA und APAC besser entwickelten, gingen die Erlöse in der Region Americas unter anderem wegen eines schwĂ€cheren Auftragseingangs eines groĂen Kunden zurĂŒck.
Operativ lief es fĂŒr Ottobock deutlich besser: Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im KerngeschĂ€ft legte um 11,8 Prozent auf 84,3 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 22,3 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 18,8 Millionen Euro, das waren 16,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
2026 sollen die Erlöse im KerngeschĂ€ft weiterhin um fĂŒnf bis acht Prozent zulegen. Die bereinigte operative Ergebnismarge (Ebitda-Marge) soll im KerngeschĂ€ft mehr als 26,5 Prozent betragen. Das KerngeschĂ€ft bei Ottobock umfasst die Sparten Produkte & Komponenten sowie Patient Care. Verkaufte oder zu verkaufende Bereiche hat Ottobock dabei als "Nicht-KerngeschĂ€ft" klassifiziert. Zum Verkauf steht unter anderem das GeschĂ€ft mit RollstĂŒhlen.
Dieses könnte der Prothesenhersteller bald verĂ€uĂern. "Wir sind konkret mit einem Investor in den letzten Verhandlungen" sagte Unternehmenschef Oliver Jakobi am Mittwoch. Noch in der ersten JahreshĂ€lfte könnte der Verkaufsvertrag unterzeichnet werden und die Transaktion dann bis zum Jahresende 2026 abgeschlossen sein, fĂŒgte Finanzchef Arne Kreitz hinzu. Mit dem Verkauf des RollstuhlgeschĂ€fts falle zwar fĂŒr Ottobock auch der thĂŒringische Standort Königsee weg, aber er soll auf jeden Fall nicht geschlossen werden, bekrĂ€ftigte der Manager.
In Königsee arbeiten laut dem Finanzchef 250 BeschĂ€ftigte. Es gebe aber auch weitere Mitarbeiter weltweit, die im RollstuhlgeschĂ€ft beschĂ€ftigt seien. Der Standort mache einen Umsatz in der GröĂenordnung von 80 Millionen Euro und der Beitrag zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei niedrig.
Ottobock ist vor allem fĂŒr seine Prothesen und fĂŒr technische UnterstĂŒtzung der Paralympics bekannt. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen WeltmarktfĂŒhrer im Bereich Prothetik. Ottobock war erst im vergangenen Oktober an die Börse gegangen und im Dezember in den Kleinwerteindex SDax aufgestiegen.
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