Ottobock will nach Umsatz- und Gewinnplus weiter wachsen - Aktie fÀllt
17.02.2026 - 09:41:44 | dpa.deDabei profitierte das Unternehmen von neuen Produkten sowie ZukĂ€ufen. FĂŒr 2026 zeigte sich das Ottobock optimistisch fĂŒr weiteres Wachstum. Manch ein Analyst und Anleger an der Börse hatten sich indes etwas mehr erwartet. Der Aktienkurs geriet unter Druck.
"Wir sind sehr zufrieden mit unseren im GeschĂ€ftsjahr 2025 erzielten Ergebnissen. Wie in den vergangenen Jahren haben wir unsere Position als MarktfĂŒhrer mit zweistelligen organischen Wachstumsraten weiter ausgebaut und einen ProfitabilitĂ€tssprung erreicht", erklĂ€rte der Vorstandsvorsitzende Oliver Jakobi am Dienstag bei der Vorlage der vorlĂ€ufigen Zahlen in Duderstadt bei Göttingen.
Der Konzern ist vor allem fĂŒr seine Prothesen und fĂŒr technische UnterstĂŒtzung der Paralympics bekannt. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen WeltmarktfĂŒhrer im Bereich Prothetik. Ottobock war erst im vergangenen Oktober an die Börse gegangen und im Dezember in den Kleinwerteindex SDax aufgestiegen.
Die Aktie legte zum Handelsauftakt zunĂ€chst deutlich zu, fiel dann aber zurĂŒck. Zuletzt gehörte sie mit einem Minus von 3,6 Prozent auf 55,75 Euro zu den gröĂten Verlierern im SDax. Damit rĂŒckte das Rekordtief von 54,85 Euro aus der Vorwoche wieder nĂ€her. Seit dem Börsengang zum Ausgabepreis von 66 Euro summieren sich die Verluste aktuell auf rund 16 Prozent.
Ottobock habe gute Eckdaten vorgelegt, schrieb allerdings Analyst Henrik Paganetty vom Investmenthaus Jefferies in seinem ersten Kommentar. Er hob die operative Ergebnismarge positiv hervor und lobte die bestÀtigten Mittelfristziele.
Im vergangenen GeschÀftsjahr stiegen die UmsÀtze insgesamt um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen berichtete. Im KerngeschÀft lag das Plus bei 11,7 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im KerngeschÀft legte um fast 30 Prozent auf 415,3 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 3,6 Prozentpunkte auf 26 Prozent. WÀhrend die operative Gewinnentwicklung besser war als von Analysten zuvor erwartet, lag der Konzernumsatz etwas unter der KonsensschÀtzung.
Das KerngeschÀft bei Ottobock umfasst die Sparten Produkte & Komponenten sowie Patient Care. Verkaufte oder zu verkaufende Bereiche hat Ottobock dabei als "Nicht-KerngeschÀft" klassifiziert.
Ottobock habe im vergangenen Jahr zahlreiche neue Produkte auf den Markt gebracht, etwa die nĂ€chste Generation eines Kniegelenks fĂŒr hochaktive Nutzer und eine vollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete Produktgeneration in der Arm- und Handprothetik, begrĂŒndete das Unternehmen die Entwicklung im vergangenen Jahr.
2026 sollen Erlöse im KerngeschĂ€ft um fĂŒnf bis acht Prozent zulegen; manch ein Experte hatte bisher allerdings etwas mehr auf dem Zettel. Die bereinigte Marge des (Ebitda) soll im KerngeschĂ€ft mehr als 26,5 Prozent betragen. Die Mittelfrist-Prognosen bis 2029 mit einem organischen Wachstum von sieben bis neun Prozent und einer weiteren Verbesserung der bereinigten Ebitda-Marge im KerngeschĂ€ft auf 29 bis 30 Prozent bestĂ€tigte Ottobock.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

