EU-LĂ€nder, Deutschlands

EU-LÀnder billigen Deutschlands HaushaltsplÀne

10.10.2025 - 13:41:27

Der Rat der EuropÀischen Union hat die HaushaltsplÀne der Bundesregierung inklusive geplanter Milliardenschulden gebilligt.

Weiterhin stimmten die Finanzminister der anderen EU-LĂ€nder bei einem Treffen in Luxemburg zu, dass Deutschland eine Sonderregel fĂŒr Verteidigungsausgaben nutzen darf. Werden wegen Investitionen in AufrĂŒstung mehr Schulden gemacht als eigentlich erlaubt, soll Berlin kein Strafverfahren fĂŒrchten mĂŒssen.

Das Gremium der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten folgt mit der Zustimmung zu den Vorhaben der Bundesregierung einer Empfehlung der EU-Kommission aus dem vergangenen Monat. Die BrĂŒsseler Behörde hatte im September mitgeteilt, dass das deutsche Konzept fĂŒr die Jahre 2025 bis 2031 im Einklang mit den europĂ€ischen Budgetvorgaben stehe.

Berlin will Milliarden investieren

Die schwarz-rote Bundesregierung plant, in den kommenden Jahren in riesigem Umfang Schulden aufzunehmen und so mehr in Verteidigung sowie in Infrastruktur und Klimaschutz investieren zu können. DafĂŒr wurde die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse gelockert. Das sogenannte Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur und Klimaschutz umfasst 500 Milliarden Euro.

Dass die Kommission den deutschen Haushaltsplan so annimmt, war zuvor nicht vollkommen sicher. Experten etwa der BrĂŒsseler Denkfabrik Bruegel hatten zuvor Zweifel geĂ€ußert, ob die Bundesregierung mit ihrem beschlossenen Milliarden-Finanzpaket die EU-Schuldenvorgaben einhalten kann.

Zwar sei zu erwarten, dass Deutschland in den kommenden Jahren die Vorgaben zeitweise breche, hieß es von der EU-Kommission. Aber im Kern machten die PlĂ€ne des Bundesfinanzministeriums wirtschaftlich Sinn und die Regeln ließen dies zu. Zusammen mit der besonderen Ausnahmeregel fĂŒr Verteidigung eröffneten sie Deutschland einen klaren und regelkonformen Weg.

@ dpa.de