Russischer, Außenminister

Russischer Außenminister Lawrow wirft EuropĂ€ern Nötigung der USA vor

11.12.2025 - 17:29:39

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wirft den europĂ€ischen Ukraine-VerbĂŒndeten mit Blick auf GesprĂ€che ĂŒber ein Ende des Kriegs vor, die USA beim Thema Sicherheitsgarantien unter Druck zu setzen.

Er sagte laut staatlicher russischer Nachrichtenagentur Tass, die EuropĂ€er wollten die USA zu Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine nötigen, wĂ€hrend russische Sicherheitsinteressen ignoriert wĂŒrden. Dabei berief er sich auf Berichte ĂŒber GesprĂ€che zwischen EuropĂ€ern und USA.

Derzeit fĂŒhren Vertreter der Ukraine mit US- und europĂ€ischen Delegationen GesprĂ€che ĂŒber ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden russischen Angriffskriegs. Ein wichtiger Punkt dabei sind Sicherheitsgarantien, die unter anderem die USA der Ukraine im Falle eines Friedens geben sollen. Seit im November ein von den USA vorgelegter Plan fĂŒr ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs bekannt wurde, gab es mehrere GesprĂ€chsformate zwischen den USA, der Ukraine und EuropĂ€ern mit ÄnderungsvorschlĂ€gen. Kritiker hatten den ursprĂŒnglichen Plan als "russische Wunschliste" bezeichnet.

Dem Nachrichtenportal RBK Ukrajina zufolge schickte Kiew seine Antwort auf den von den USA vorgelegten Plan am spĂ€ten Mittwochabend an Washington zurĂŒck. Weitere GesprĂ€che der Ukraine mit ihren europĂ€ischen UnterstĂŒtzerstaaten sind laut dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj geplant. US-PrĂ€sident Donald Trump sprach von einer Einladung an die USA nach Europa.

Moskau bekrÀftigt Kriegsziele

Lawrow verwies auch auf russische Forderungen fĂŒr Sicherheitsgarantien vom Dezember 2021. Damals hatte Russland den USA den Entwurf einer Vereinbarung ĂŒbergeben und darin unter anderem ein Ende der Nato-Osterweiterung gefordert. "Darin ist alles sehr klar formuliert", sagte er.

Der russische Außenminister bekrĂ€ftigte Moskaus Kriegsziele und wies erneut Überlegungen zur Stationierung europĂ€ischer Soldaten als Friedenstruppe in der Ukraine zurĂŒck. Diese wĂ€ren fĂŒr Russland legitime Ziele, das mĂŒsse allen klar sein, drohte er. Gleichzeitig wiederholte er Versicherungen Putins, dass Russland keine aggressiven PlĂ€ne gegen Nato-Mitglieder und EU-Staaten habe. Moskau hatte allerdings auch vor der großangelegten Invasion in der Ukraine im Februar 2022 immer wieder behauptet, dass kein Einmarsch geplant sei.

Russland ĂŒberzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Bei GesprĂ€chen ĂŒber ein mögliches Ende des Kriegs blieb Moskau bislang bei Maximalforderungen.

@ dpa.de