Putin sichert Modschtaba Chamenei Russlands UnterstĂŒtzung zu
Veröffentlicht am: 09.03.2026 um 12:34 Uhr | dpa.de"Jetzt, da der Iran mit bewaffneter Aggression konfrontiert ist, wird Ihre Arbeit in diesem hohen Amt sicher viel Mut und Selbstaufopferung erfordern. Ich bin sicher, dass Sie das Werk Ihres Vaters mit Ehre fortsetzen und das iranische Volk angesichts der schweren PrĂŒfungen zusammenhalten werden", hieĂ es in dem vom Kreml veröffentlichten Schreiben.
Russland pflegt zum Iran traditionell sehr enge Beziehungen. Beide LĂ€nder hatten im vergangenen Jahr auch eine strategische Partnerschaft besiegelt, die auch eine militĂ€rische Zusammenarbeit, aber - anders als zwischen Russland und Nordkorea - keinen gegenseitigen Beistand vorsieht, sollte eines der LĂ€nder angegriffen werden. Iran ist ein wichtiger RĂŒstungskunde Russlands.
"Ich möchte unsererseits unsere unverĂ€nderte UnterstĂŒtzung fĂŒr Teheran und unsere SolidaritĂ€t mit unseren iranischen Freunden bekrĂ€ftigen. Russland war und bleibt ein verlĂ€sslicher Partner der Islamischen Republik", schreibt Putin weiter. "Ich wĂŒnsche Ihnen viel Erfolg bei der BewĂ€ltigung der vor Ihnen liegenden schwierigen Aufgaben sowie gute Gesundheit und Kraft."
Russland verurteilt Vorgehen der USA und Israels gegen Iran
Der Kremlchef hatte die Tötung von Modschtabas Vater Ajatollah Ali Chamenei zu Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran scharf verurteilt. Modschtaba Chamenei ĂŒberlebte den Angriff am 28. Februar, verlor dabei jedoch seine Frau und einen Sohn.
Der russische Botschafter in GroĂbritannien, Andrej Kelin, drĂŒckte in einem Interview des Senders Sky News, Teheran sein MitgefĂŒhlt aus. Er kritisierte die Angriffe auf den Iran als "unfair". "Wir sind nicht neutral", sagte der Diplomat. Gleichwohl unterhĂ€lt Russland Beziehungen zu Israel und den USA sowie zu den Golfstaaten und ruft immer wieder zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts auf.
Die "derzeitige Logik", dass der Iran fĂŒr alles verantwortlich gemacht werde, verstehe Russland nicht, sagte der Botschafter. Niemand sage, dass die USA und Israel zuerst angegriffen hĂ€tten, und der Iran nur reagiere. Auf eine Frage des Reporters nach Hilfe wiederholte Kelin frĂŒhere Kremlangaben, nach denen der Iran bisher keine UnterstĂŒtzung angefordert habe/mau/DP/stw
