Sachsen MinisterprĂ€sident fordert SpitzengesprĂ€che fĂŒr Kommunal-Finanzpakt
26.06.2026 - 16:50:25 | dpa.de"Sie dĂŒrfen nicht weiter auf Referentenebene stattfinden, da gehören Minister und StaatssekretĂ€re an den Tisch", sagte Kretschmer der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.
Regel "Wer bestellt, bezahlt" soll fortan gelten
Am Donnerstagabend hatten sich Bund und LÀnder auf eine Finanzreform zur Entlastung vor allem der Kommunen geeinigt. Die nun getroffene Einigung folgt der Regel: "Wer bestellt, bezahlt." CDU, CSU und SPD im Bund hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, sich am Grundsatz der "VeranlassungskonnexitÀt" orientieren zu wollen. Eine Neuordnung der Bund-LÀnder-Finanzen wird seit Monaten diskutiert.
Kommunen leiden unter stark gestiegenen Sozialausgaben
Mit der Neuregelung sollen die stark gestiegenen Sozialausgaben der Kommunen gedĂ€mpft werden. Bisher entstehen vor allem den Kommunen zunehmend Mehrkosten durch sogenannte Leistungsgesetze, die auf Bundesebene beschlossen werden. Dies betrifft etwa die Kinder- und Jugendhilfe, die Eingliederungshilfe fĂŒr Menschen mit Behinderung und das Teilhabegesetz zur StĂ€rkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.
Einigung jetzt mit Leben erfĂŒllen
"Jetzt muss das Ganze mit Leben erfĂŒllt werden", sagte Kretschmer. Manchmal gehe nur Schritt fĂŒr Schritt. "Wir haben gegenĂŒber der Bundesregierung unsere Interessen fĂŒr die Kommunen durchsetzen können. 30 Milliarden Euro ist das jĂ€hrliche Defizit. Das ist die Dimension, ĂŒber die in dem Pakt fĂŒr die Kommunen jetzt gesprochen wird."
