Microsoft, ChatGPT-Macher

Microsoft hÀlt 27 Prozent an ChatGPT-Macher OpenAI

28.10.2025 - 15:37:53

Der Software-Riese Microsoft US5949181045 hÀlt einen Anteil von 27 Prozent am ChatGPT-Entwickler OpenAI und hat sich Zugang zur Technologie der KI-Firma bis zum Jahr 2032 gesichert.

Die Beteiligung werde aktuell mit rund 135 Milliarden Dollar bewertet, teilte Microsoft mit. Anleger reagierten mit einem Kursanstieg von zeitweise drei Prozent fĂŒr die Microsoft-Aktie und hoben den Börsenwert des Windows-Konzerns ĂŒber die Marke von vier Billionen Dollar.

OpenAI schloss einen Umbau ab, an dem monatelang gearbeitet wurde. Die grundsĂ€tzliche Struktur mit einer Nonprofit-Organisation, die ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen kontrolliert, bleibt bestehen. Der Nonprofit-Teil heißt OpenAI Foundation und hĂ€lt einen Anteil von 26 Prozent an der OpenAI Group, bei der die geschĂ€ftlichen AktivitĂ€ten angesiedelt sind. FĂŒr die Kontrolle sollen zusĂ€tzliche Stimmrechte der OpenAI Foundation sorgen.

ChatGPT stand am Anfang des KI-Hypes

Die restlichen 47 Prozent der OpenAI Group nach den Beteiligungen der OpenAI Foundation und von Microsoft liegen bei aktuellen und frĂŒheren Mitarbeitern sowie Investoren. Der einstige OpenAI-MitgrĂŒnder Elon Musk versucht vor Gericht, den Umbau zu torpedieren. Der Tech-MilliardĂ€r lĂ€sst bei seiner KI-Firma xAI den ChatGPT-Konkurrenten Grok entwickeln.

ChatGPT ist der Chatbot, dessen Veröffentlichung vor rund drei Jahren den Hype um KĂŒnstliche Intelligenz auslöste. Die KI-Software kommt aktuell nach Angaben von OpenAI auf rund 800 Millionen Nutzer pro Woche. Microsoft war ein sehr frĂŒher UnterstĂŒtzer von OpenAI und versorgte die junge Firma mit Rechenleistung und Milliarden fĂŒr das Training der KI-Modelle. Im Gegenzug sicherte sich der Software-Riese Zugang zu Technologien von OpenAI und integriert sie in seine Produkte. Tech-Riesen wie Google US02079K1079 und der Facebook-Konzern Meta US30303M1027 sowie junge KI-Firmen entwickeln eigene Alternativen zu ChatGPT.

@ dpa.de