Der Stadler CITYLINK von Stadler Rail - Niederflur-Tram-Train für flexible Netze
03.07.2026 - 13:37:06 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion Lifestyle & Consumer. Geprueft am 03.07.2026, 13:36 Uhr. Details im Impressum.
Stadler CITYLINK fährt in Chemnitz mit leisen Motoren an dir vorbei, während du an der Haltestelle den kühlen Edelstahlgriff der Tür anfasst und ins helle Niederflur-Innere steigst. Die Tram-Train-Fahrzeuge von Stadler Rail verbinden Straßenbahntrasse und Eisenbahnstrecke ohne Umstieg. Produktmanagerin Sandra Meyer erklärt, warum gerade dieses Fahrzeug vielen Städten neue Optionen eröffnen soll.
Flexibles Tram-Train-Konzept für Städte
Der CITYLINK ist ein modular aufgebautes Tram-Train-Fahrzeug, das Stadler seit rund einem Jahrzehnt in verschiedenen Varianten ausliefert. Die Baureihe wurde ursprünglich für Verkehrsnetze entwickelt, in denen Straßenbahnstrecken und Eisenbahnlinien effizient verknüpft werden sollen.
Stadler beschreibt den CITYLINK als Niederflur-Fahrzeug für den Mischbetrieb, das sich für Stadtbahn-, Regional- und Vorortlinien eignet und sowohl als Straßenbahn als auch im Eisenbahnnetz eingesetzt werden kann. Die Plattform kann als reiner Triebwagen oder mit zusätzlichen Mittelwagen konfiguriert werden, um unterschiedliche Kapazitätsanforderungen zu bedienen.
Technische Daten und Varianten
Je nach Ausführung erreicht der CITYLINK Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h, was vor allem auf den Überland- und Eisenbahnabschnitten relevant ist. Für Netze mit stärkerem Regionalbahn-Anteil bietet Stadler auch Varianten mit höheren Leistungen und angepassten Crash-Normen an. Im Straßenbetrieb bleiben Beschleunigung und Bremsleistung an die Anforderungen des innerstädtischen Verkehrs angepasst.
Die Fahrzeuge können mit verschiedenen Stromsystemen ausgeliefert werden, darunter klassische Straßenbahnspannung wie 600 oder 750 Volt Gleichstrom sowie Wechselstromsysteme im Eisenbahnstandard. Mehrsystemfähige CITYLINK-Züge sind für Netze vorgesehen, in denen Straßenbahn und Hauptbahn unterschiedliche Stromversorgungen nutzen. Für konkrete technische Konfigurationen verweist Stadler auf die Produktinformationen des CITYLINK auf der eigenen Website.
Mehr zur Rolle des CITYLINK im Stadler-Portfolio
Für Anleger und Pendler lohnt der Blick auf die Bedeutung der Tram-Train-Fahrzeuge im Gesamtumsatz von Stadler Rail.
Einsatz in Chemnitz und weiteren Netzen
In Deutschland sind CITYLINK-Fahrzeuge unter anderem im Netz der City-Bahn Chemnitz im Einsatz. Dort verbinden sie als Tram-Train die Innenstadt mit regionalen Eisenbahnstrecken der Umgebung, sodass Fahrgäste ohne Umsteigen von der Fußgängerzone ins Umland gelangen. Die Fahrzeuge fahren teilweise straßenbündig, teilweise auf eigenen Gleisen im DB-Netz. Details zu den eingesetzten CITYLINK-Zügen in Chemnitz finden sich in Unterlagen der lokalen Verkehrsbetriebe und Fachberichten zur Chemnitzer Modellstrecke.
Auch in Spanien und Großbritannien gibt es CITYLINK-Varianten im Einsatz oder bestellt, teilweise mit landesspezifischen Anpassungen an Spurweite, Lichtraumprofile und Sicherheitsanforderungen. Stadler positioniert die Plattform als flexibel, um unterschiedliche nationale Normen abzudecken und gleichzeitig das Grundkonzept beizubehalten. Fachportale wie Railway Gazette International berichten regelmäßig über neue CITYLINK-Aufträge und Netzprojekte, die den Trend zum Mischbetrieb von Straßenbahn und Eisenbahn unterstreichen.
Niederflurkomfort und Innenraumgestaltung
Beim Einstieg merkst du sofort den niedrigen Boden: Der CITYLINK bietet einen weitgehend niederflurigen Innenraum, was Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren oder Gepäck entgegenkommt. Die Türen sind breit ausgeführt, die Übergänge zwischen den Wagen sind durchgängig, sodass sich Fahrgäste im Zug verteilen können. Je nach Betreiber werden unterschiedliche Sitzlayouts realisiert, von klassischer Reihenbestuhlung bis zu mehr Stehflächen in der Innenstadt.
Stadler setzt bei der Innenraumgestaltung auf helle Materialien und große Fensterflächen, um auch Überlandfahrten angenehm wirken zu lassen. Klimaanlagen sorgen in vielen Netzen für eine konstante Temperatur im Fahrzeug. Auf Produktfotos und technischen Präsentationen von Stadler ist der CITYLINK häufig mit kontrastreich markierten Haltestangen und klaren Türbereichen zu sehen, was den Fahrgastfluss unterstützen soll.
Antrieb, Energie und Sicherheit
Technisch ist der CITYLINK als elektrischer Triebwagen mit modernen Drehgestellen ausgeführt. Die Traktionsausrüstung ist in Dach- oder Unterflurmodulen untergebracht, je nach Betreiberanforderung. Die Fahrzeuge nutzen Rekuperationsbremsen, um beim Verzögern Energie zurück in das Netz zu speisen, sofern die Infrastruktur das ermöglicht, was für Betreiber einen Effizienzgewinn bedeutet.
Im Mischbetrieb auf Straßen und Eisenbahnstrecken spielen Sicherheitsnormen eine zentrale Rolle. Stadler bietet CITYLINK-Varianten, die die entsprechenden Crash-Anforderungen im jeweiligen Land erfüllen, etwa nach europäischen Normen für Schienenfahrzeuge im Regionalverkehr. In der Regel sind die Fahrzeuge mit standardisierten Zugbeeinflussungssystemen ausgestattet, die vom Betreiber gewählt werden, zum Beispiel PZB oder landesspezifische Systeme. Technische Details zu Sicherheit und Normen finden sich in Fachartikeln und Ausschreibungsunterlagen, die auf die CITYLINK-Plattform Bezug nehmen.
Wirtschaftliche Bedeutung für Stadler Rail
Für Stadler Rail ist der CITYLINK eine eigenständige Plattform im Bereich Stadt- und Regionalverkehr, neben anderen Fahrzeugfamilien wie FLIRT oder KISS. Die Tram-Train-Sparte bedient einen spezifischen Markt, in dem Kommunen und Verkehrsverbünde ihre Netze effizienter gestalten wollen, ohne zwei getrennte Fahrzeugflotten zu betreiben. Aufträge in diesem Segment tragen zum Umsatz im Bereich der Schienenfahrzeuge für den öffentlichen Verkehr bei.
CEO Peter Spuhler hat in Interviews und Präsentationen mehrfach betont, dass modulare Plattformen wichtiger Bestandteil der Strategie von Stadler sind, weil sie Entwicklungskosten und Lieferzeiten senken. Der CITYLINK fügt sich hier ein, indem er viele Komponenten mit anderen Produktfamilien teilt, während Fahrwerk und Karosserie an die Anforderungen des Mischbetriebs angepasst sind. In Geschäftsberichten und Investorenpräsentationen wird der Anteil des Stadt- und Regionalverkehrs am Gesamtgeschäft regelmäßig dargestellt.
Einordnung und Blick auf die Stadler Rail Aktie
Für Fahrgäste ist der CITYLINK vor allem ein bequemes Verkehrsmittel, das ihnen den Umstieg zwischen Straßenbahn und Regionalbahn erspart. Für Kommunen und Verkehrsunternehmen ist die Plattform ein Baustein, um Netze wirtschaftlich und zugleich kundenfreundlich auszubauen. Im Zusammenspiel mit anderen Stadler-Produkten trägt der Tram-Train-Bereich zur Diversifikation des Portfolios über unterschiedliche Fahrzeugkategorien hinweg bei.
Die Stadler Rail Aktie (ISIN CH0002178181) wird an der SIX Swiss Exchange in Schweizer Franken gehandelt, und die Entwicklung der Auftragslage bei Fahrzeugplattformen wie CITYLINK ist ein Faktor, den institutionelle und private Anleger bei der Beurteilung des Unternehmens beobachten.
Fakten zum Stadler CITYLINK
- Produkt: Stadler CITYLINK
- Hersteller: Stadler Rail AG
- Kategorie: Lifestyle & Consumer / öffentlicher Nahverkehr
- Markteinfuehrung: schrittweise seit Anfang der 2010er Jahre in verschiedenen Netzen
- UVP / Preis: Preis je Einheit abhängig von Konfiguration und Ausschreibung, im mehrstelligen Millionenbereich pro Fahrzeug
- Verfuegbarkeit: Neubestellungen über Stadler, Einsatz unter anderem in Chemnitz, Valencia und weiteren europäischen Netzen
- Zielgruppe: Verkehrsunternehmen, Kommunen und regionale Verkehrsverbünde
- Besonderheit / USP: modularer Niederflur-Tram-Train für Mischbetrieb auf Straßenbahn- und Eisenbahnstrecken
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