Pachtpreise, WindrÀder

Pachtpreise fĂŒr WindrĂ€der: Kommunale Unternehmen fordern Begrenzung

12.06.2026 - 05:46:03 | dpa.de

Der Stadtwerkeverband VKU fordert eine gesetzliche Begrenzung der FlĂ€chenpachten fĂŒr Windenergieanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

"Die Entwicklung auf dem FlĂ€chenmarkt ist aus dem Ruder gelaufen", erklĂ€rte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing. Der starke Anstieg der Pachtpreise in den vergangenen Jahren gefĂ€hrde die Wirtschaftlichkeit von Projekten und damit den Ausbau erneuerbarer Energien. Kommunale Unternehmen und andere langfristig orientierte Marktteilnehmer wĂŒrden dabei zunehmend ins Hintertreffen geraten.

Laut VKU hat der Wettbewerb um geeignete FlĂ€chen in den vergangenen Jahren zu einem starken Anstieg der Pachtforderungen gefĂŒhrt. "Wenn VerpĂ€chter bis zu 30 Prozent der UmsĂ€tze verlangen, ist das weder nachhaltig noch volkswirtschaftlich sinnvoll. Die Kosten werden am Ende von der Allgemeinheit ĂŒber den Bundeshaushalt getragen", so Liebing weiter.

Richtwert-Vorschlag: Drei bis fĂŒnf Prozent der Windpark-UmsĂ€tze

In einem Positionspapier schlĂ€gt der VKU als möglichen Richtwert einen Anteil von drei bis fĂŒnf Prozent der jĂ€hrlichen Erlöse eines Windparks vor.

Der Verband verwies auf eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Dort heißt es: "Die zulĂ€ssige Höhe der FlĂ€chenpachten fĂŒr im EEG geförderte Anlagen werden wir begrenzen." Eine gesetzliche Regelung mĂŒsse differenziert und rechtssicher ausgestaltet werden, so der VKU. "Ein pauschaler Deckel greift zu kurz. Wir brauchen eine Lösung, die regionale Unterschiede berĂŒcksichtigt und Investitionen weiterhin ermöglicht", sagte Liebing. Auf den Umsatz vor Ort abzustellen, sei daher richtig.

Der VKU vertritt mehr als 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft und Telekommunikation.

de | boerse | 69523992 |