ROUNDUP, SPD

SPD bringt Entlastungen bei Lebensmittelpreisen ins Gespräch

27.03.2026 - 11:09:44 | dpa.de

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Esra Limbacher bringt Entlastungen bei steigenden Lebensmittelpreisen infolge des Iran-Kriegs ins Gespräch.

Limbacher sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die aktuellen Preissteigerungen treffen vor allem diejenigen, bei denen das Geld ohnehin knapp ist." Hier dürfe es zu keiner Verschärfung der Situation kommen, indem die Preise in den Supermärkten ähnlich nach oben springen wie an den Tankstellen.

"Es ist wichtig, dass möglichst viele Handlungsoptionen auf den Tisch kommen, um die Preise und die Versorgung stabil zu halten sowie bei Bedarf schnell reagieren zu können. Die Grundversorgung der Menschen in unserem Land muss bezahlbar bleiben."

Taskforce tagt wieder

Am Freitag tagt erneut die von den Koalitionsfraktionen CDU/CSU sowie SPD eingesetzte Taskforce zu Folgen des Iran-Kriegs. Am Donnerstag beschloss der Bundestag wegen gestiegener Spritpreise ein Maßnahmenpaket. So dürfen Tankstellen künftig nur noch einmal am Tag, um 12.00 Uhr, die Preise erhöhen. Preissenkungen sollen immer möglich sein. Allerdings zeichnen sich weitere Schritte der Koalition ab - auch weil fraglich ist, ob das beschlossene Paket wirklich zu Entlastungen für Autofahrer führt.

"Eine schnelle Beendigung des Iran-Konflikts ist gerade nicht absehbar", so Limbacher. "Aus diesem Grund ist es richtig, dass die Taskforce der Koalitionsfraktionen in ihrer dritten Sitzung ihren Blick um die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und insbesondere auf die Lebensmittelversorgung und die Preisentwicklung an der Supermarktkasse erweitert." Dazu werde man mit Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen Raiffeisenverbandes, des Lebensmitteleinzelhandels sowie des Bundesverbandes Verbraucherzentrale sprechen.

Foodwatch fordert Eingreifen des Staates

Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte Entlastungen mittels staatlicher Maßnahmen. "Eine Nullsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte macht gesunde Ernährung erschwinglicher", sagte Foodwatch-Geschäftsführer Chris Methmann. Der Staat müsse zudem sicherstellen, dass die Lebensmittelindustrie eine Steuersenkung auch an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergebe. Nötig sei eine staatliche Preisbeobachtungsstelle, die die Preispolitik von Handel und Industrie transparent mache und Preistreiberei eindämme.

"In den letzten Jahren sind die Lebensmittelpreise schon um 30 Prozent gestiegen, jetzt kann es noch teurer werden", so Methmann. Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssten endlich entlastet werden. "Die Bundesregierung muss jetzt genau hinschauen, dass die Konzerne nicht die Gunst der Stunde nutzen, um sich die Taschen vollzumachen."

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69003890 |

Weitere Meldungen

Koalition vereinbart 'Arbeitsprozess' für Reformen Union und SPD haben sich im Koalitionsausschuss auf einen "Arbeitsprozess" verständigt, um die geplanten Sozial- und Steuerreformen in den nächsten Wochen auf den Weg zu bringen. (Boerse, 13.05.2026 - 06:09) weiterlesen...

Die Koalition und der lange Schatten der Villa Borsig Die Spitzen von Union und SPD kommen am Abend im Koalitionsausschuss zusammen, um über Entlastungen angesichts der hohen Energiepreise, über den Haushalt und den weiteren Reform-Fahrplan zu beraten. (Boerse, 12.05.2026 - 06:35) weiterlesen...

Koalition will rasch Entlastungsmöglichkeiten finden BERLIN - Nach dem Nein des Bundesrats zur Entlastungsprämie für Arbeitnehmer wollen Union und SPD rasch entscheiden, wie sich die durch den Iran-Krieg gestiegenen Kosten für die Bürger doch noch abfedern lassen. (Boerse, 11.05.2026 - 16:51) weiterlesen...

Koalition will rasch Entlastungsmöglichkeiten finden Nach dem Nein des Bundesrats zur Entlastungsprämie für Arbeitnehmer wollen Union und SPD rasch entscheiden, wie sich die durch den Iran-Krieg gestiegenen Kosten für die Bürger doch noch abfedern lassen. (Boerse, 11.05.2026 - 15:11) weiterlesen...

Weniger Steuereinnahmen für den Staat als erwartet BERLIN - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) kann angesichts schwächerer Konjunkturaussichten wegen des Iran-Kriegs in den nächsten Jahren mit weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im Herbst angenommen - wie der gesamte Staat auch mit Ländern und Kommunen. (Boerse, 07.05.2026 - 16:45) weiterlesen...