Finanzierung/Investitionen, Ergebnisse

Supermarktkonzern Ahold Delhaize schlÀgt Erwartungen - Kursplus

06.11.2024 - 11:56:27

Der Supermarktbetreiber Ahold Delhaize NL0011794037 hat im dritten Quartal dank stÀrkerer GeschÀfte in Europa etwas besser abgeschnitten als erwartet.

Das Management bestĂ€tigte am Mittwoch seine Jahresziele und kĂŒndigte weitere AktienrĂŒckkĂ€ufe an. Wie schon 2024 sollen auch 2025 eigene Papiere im Wert von einer Milliarde Euro zurĂŒckgekauft werden, wie der Konzern am Mittwoch im niederlĂ€ndischen Zaandam mitteilte. Die Aktie legte im freundlichen Gesamtmarkt ĂŒberdurchschnittlich zu.

Das Papier notierte mit einem Plus von knapp sechs Prozent Plus an der Spitze des EuroStoxx 50 EU0009658145. Mit einem Kursgewinn von ĂŒber einem Viertel seit Jahresbeginn lĂ€uft sie klar besser als der Leitindex der Eurozone, der bislang rund neun Prozent plus schaffte. Ahold habe geliefert, was erwartet worden war, schrieb Bernstein-Analyst William Woods und verwies dabei auf gut laufende GeschĂ€fte in der EuropĂ€ischen Union (EU) und das schwĂ€chere Abschneiden in den USA.

Die Vereinigten Staaten sind der grĂ¶ĂŸte Teilmarkt des Konzerns, zu dem dort Marken wie Hannaford, Food Lion und Stop & Shop gehören. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die UmsĂ€tze hier im Berichtszeitraum leicht zurĂŒck. Der zugrundeliegende Absatztrend verbessere sich aber von Quartal zu Quartal immer stĂ€rker, kommentierte Finanzchefin Jolanda Poots-Bijl die Entwicklung in den USA.

Der US-SchwĂ€che versucht das Management seit geraumer Zeit mit Kosteinsparungen entgegenzutreten. Zudem werden sogenannte Click-and-Collect-Bestellungen wichtiger. Dabei bestellt der Kunde die Ware im Internet und holt sie vor Ort im Laden ab. In den kommenden vier Jahren soll es zudem 1.000 neue oder umgebaute GeschĂ€fte geben und 1 Milliarde Dollar will Ahold unter anderem fĂŒr Werbung und Preissenkungen in die Hand nehmen.

In Europa lÀuft es derweil besser: Der Umsatz stieg hier im dritten Quartal leicht, ebenso wie im Gesamtkonzern. Auf Konzernebene erreichten die Erlöse 22 Milliarden Euro. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge legte ebenfalls etwas zu auf 3,9 Prozent. Im Gesamtjahr soll sie mindestens vier Prozent erreichen.

Absolut erzielte Ahold im dritten Quartal einen bereinigten operativen Gewinn von 855 Millionen Euro. Analysten hatten hier ebenso wie beim Umsatz einen etwas schwĂ€cheren Wert erwartet. Unter dem Strich ging der Gewinn allerdings um rund 6 Prozent auf 372 Millionen Euro zurĂŒck.

@ dpa.de | NL0011794037 FINANZIERUNG/INVESTITIONEN