ABB-Chef: Das meiste GeschÀft wird sich durch Nahostkonflikt nicht Àndern
22.04.2026 - 11:24:26 | dpa.deDer Nahostkonflikt dĂŒrfte das weltweite GeschĂ€ft laut dem Management nach jetzigem Stand nicht stark beeintrĂ€chtigen. "Die meisten GeschĂ€fte auĂerhalb des Nahen Ostens werden sich nicht Ă€ndern", sagte Unternehmenschef Morten Wierod am Mittwoch in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Die Voraussetzung sei, dass der Ălpreis nicht das Doppelte oder Dreifache erreiche.
"Wir stĂŒtzen unsere Prognosen nicht auf die Annahme eines bestimmten Ălpreises", erklĂ€rte der Konzernchef weiter. Wenn der Preis steige, könnten andere Energieformen wie erneuerbare Energien wettbewerbsfĂ€higer werden. Auch davon könnte ABB profitieren. Derzeit bereiten den Kunden laut Wierod wohl eher die Schwankungen des Ălpreises Sorgen als dessen genaue Höhe.
Auch in Bezug auf steigende Frachtraten und Rohstoffkosten zeigte sich Wierod entspannt. "WettbewerbsfÀhigkeit liegt in unserer DNA", sagte er. So habe jede Division ein jÀhrliches Effizienzsteigerungsziel. Das helfe, um steigende Kosten zu kompensieren.
Nicht zuletzt sind die Wachstumstreiber fĂŒr ABB grundsĂ€tzlich intakt. So dĂŒrfte das GeschĂ€ft mit den Rechenzentren weiterhin deutlich wachsen, wie der Unternehmenslenker betonte. "Wir arbeiten bereits an Technologien fĂŒr neue Generationen an Rechenzentren ab 2027 und 2028." Er sei sehr optimistisch, dass ABB auch kĂŒnftig stark in dem Bereich wachsen könne.
Doch auch in anderen Segmenten gibt es Wachstumschancen, so etwa bei der Nuklearenergie. "Ich bin ĂŒberzeugt, dass wir kĂŒnftig mehr kleine modulare Reaktoren (SMR) sehen werden", sagte Wierod. ZunĂ€chst wĂŒrden aber wohl erst einmal bestehende Anlagen erweitert, um diese weitere 30 bis 40 Jahre in Betrieb zu halten. Diese Entwicklung sei beispielsweise in Schweden zu beobachten.
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