Arbeitsmarkt zeigt sich zu Jahresbeginn ĂŒberraschend robust
11.02.2026 - 15:33:41Die BeschĂ€ftigtenzahl stieg deutlich und die Arbeitslosenquote ging zurĂŒck, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Zudem sind die Stundenlöhne stĂ€rker als erwartet geklettert. Die Zahlen dĂ€mpfen nach EinschĂ€tzung von Ăkonomen die Aussicht auf baldige Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank Fed.
Die BeschĂ€ftigtenzahl auĂerhalb der Landwirtschaft stieg um 130.000 Stellen. Volkswirte hatten im Schnitt mit lediglich 65.000 neuen Stellen gerechnet. Allerdings wurde der BeschĂ€ftigungsaufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 17.000 Stellen nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt eine unverĂ€nderte Quote erwartet.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten gegenĂŒber dem Vormonat um 0,4 Prozent zu. Volkswirte hatten einen Wert von 0,3 Prozent erwartet. Im Dezember hatte das Lohnplus bei revidiert 0,1 Prozent (zunĂ€chst 0,3) gelegen. Im Jahresvergleich stiegen die Löhne im Januar wie erwartet um 3,7 Prozent. Im Vormonat hatte der Anstieg 3,8 Prozent betragen.
US-Notenbankchef Jerome Powell hatte sich zuletzt vorsichtig mit Blick auf weitere Zinssenkung geĂ€uĂert. Er dĂŒrfte sich in dieser Haltung bestĂ€tigt sehen.
"Spannend dĂŒrfte es werden, wenn der Arbeitsmarkt auch in den kommenden Monaten auf einem robusten Kurs bleibt", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Jerome Powells Nachfolger Kevin Warsh dĂŒrfte es dann schwer haben, fĂŒr weitere Zinssenkungen zu plĂ€dieren. In diesem Falle muss er sich dann gleich zu Beginn seiner Amtszeit ein dickes Fell zulegen, denn fĂŒr Kritik aus dem WeiĂen Haus wird gesorgt sein."
Dirk Chlench, Volkswirt bei der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg, schrieb: "Gleichwohl liefert der Arbeitsmarktbericht fĂŒr Januar keine Vorlage fĂŒr ĂŒberschĂ€umenden Optimismus." Er verweist auf die umfangreichen Revisionen der Daten des vergangenen Jahres. "WĂ€hrend sich vor der Revision der Arbeitsmarktstatistik fĂŒr das abgelaufene Jahr ein durchschnittlicher BeschĂ€ftigungsanstieg von knapp 50.000 errechnete, ergibt sich nach der Revision ein BeschĂ€ftigungsanstieg von nur noch 15.000."
Der Arbeitsmarktbericht hÀtten eigentlich bereits am Freitag letzter Woche veröffentlicht werden sollen, wurden aber wegen des temporÀren und teilweisen Regierungsstillstands auf den heutigen Mittwoch verschoben. Am Freitag könnte dann der ebenfalls verschobene Inflationsbericht die MÀrkte bewegen.
Der Euro EU0009652759 gab nach den Daten zum US-Dollar nach. Er machte jedoch zuletzt einen Teil seiner Verluste wieder wett. Die Renditen von US-Staatsanleihen legten zu. An den europÀischen AktienmÀrkten hielten sich die AusschlÀge in Grenzen.
@ dpa.de
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