Gericht: EU-Strafe gegen Intel zu hoch
10.12.2025 - 11:40:42 | dpa.deDie Richterinnen und Richter in Luxemburg setzten die verhĂ€ngte GeldbuĂe allerdings von rund 376 Millionen Euro auf gut 237 Millionen Euro herab. Gegen das Urteil kann noch Rechtsmittel beim EuropĂ€ischen Gerichtshof eingelegt werden.
Die zustĂ€ndige EU-Kommission hatte Intel vorgeworfen, zwischen den Jahren 2002 und 2006 an die Computerhersteller Acer, HP und Lenovo Geld gezahlt zu haben, um den Verkauf von Produkten mit Prozessoren seiner Wettbewerber zu behindern. Damit habe der Technologiekonzern seine beherrschende Stellung auf dem Markt ausgenutzt, so die WettbewerbshĂŒter in BrĂŒssel.
Intel und Kommission streiten schon seit 2009
Das Gericht in Luxemburg bestĂ€tigte die Entscheidung grundsĂ€tzlich. Den Argumenten von Intel, etwa dass die BegrĂŒndung des Kommissionsbeschlusses unzureichend sei und die Verteidigungsrechte des Unternehmens verletzt worden seien, folgte es nicht. Angesichts der relativ geringen Zahl betroffener GerĂ€te sowie eines Zeitraums von bis zu zwölf Monaten zwischen einzelnen BeschrĂ€nkungen sei jedoch eine niedrigere Sanktion angemessen, heiĂt es in der Mitteilung des Gerichts.
Der Fall ist Teil eines seit 2009 laufenden Verfahrens. Die EU-Kommission hatte damals auch Rabattpraktiken von Intel beanstandet und insgesamt eine GeldbuĂe von 1,06 Milliarden Euro verhĂ€ngt. Die europĂ€ischen Gerichte kippten den Beschluss jedoch, weil die WettbewerbshĂŒter nicht sauber gearbeitet hatten. Da nicht klar war, welcher Teil der Strafe auf Rabatte und welcher auf die anderen MaĂnahmen entfiel, erklĂ€rte das Gericht die gesamte GeldbuĂe fĂŒr nichtig. Die Kommission erlieĂ deswegen den neuen Beschluss.
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