ROUNDUP, SAP-Rivale

SAP-Rivale Salesforce mit mauem Ausblick aufs Quartal - Aktie gibt nach

28.05.2026 - 11:40:28 | dpa.de

Der US-Softwareanbieter Salesforce US79466L3024 hat mit seinem Ausblick auf den Umsatz im laufenden Quartal enttÀuscht.

Dass der SAP-Rivale DE0007164600 nun im Gesamtjahr mehr bereinigten Gewinn je Aktie erwartet, besÀnftigte die Anleger nur wenig. Ebenso wie die Aspekte, dass das abgelaufene erste Quartal den Erwartungen entsprach und das GeschÀft mit dem eigenen KI-Tool Agentforce stÀrker wÀchst als bisher prognostiziert. Die Salesforce-Aktie verlor am Donnerstag im vorbörslichen US-Handel mehr als 2 Prozent.

Wie andere Softwaretitel auch ist Salesforce in diesem Jahr am Aktienmarkt unter Druck geraten. Seit Jahresbeginn hat der Kurs im Haupthandel rund ein Drittel an Wert eingebĂŒĂŸt. Sorge der Investoren ist, dass das GeschĂ€ftsmodell von Softwarekonzernen wegen der Konkurrenz von KI-Tools erodieren könnte. So hat etwa auch SAP in diesem Jahr mehr als ein Viertel an Wert verloren. Die Walldorfer kommen auf einen Börsenwert von 184 Milliarden Euro, Salesforce ist derzeit 145 Milliarden US-Dollar wert (125 Mrd Euro).

Barclays-Analyst Raimo Lenschow meldete in einer ersten EinschĂ€tzung Zweifel daran an, ob das solide erste GeschĂ€ftsquartal etwas an den KI-Sorgen der Anleger Ă€ndern kann. Zwar entwickele sich bei Salesforce der mit KI im Zusammenhang stehende jĂ€hrlich wiederkehrende Umsatz gut, bleibe aber im Gesamtkontext gering. Überhaupt stĂŒnden sowohl die von Salesforce betriebene Arbeitsplattform Slack als auch die KI-GeschĂ€fte des Konzerns gut da - ausgerechnet KI fĂŒhre aber auch zu spĂŒrbaren Herausforderungen.

Der Vertragsbestand des eigenen KI-Tools Agentforce wuchs auf 1,2 Milliarden Dollar jÀhrlich wiederkehrender Erlöse an, Ende Februar hatte er noch bei 800 Millionen gelegen. Die Nutzung von KI-Modellen innerhalb der Salesforce-Plattform habe sich im vergangenen Quartal verglichen mit dem Vorquartal mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss in San Francisco mit.

Insgesamt stieg der Konzernumsatz in den drei Monaten bis Ende April um 13 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar. Darin enthalten sind auch 444 Millionen Dollar des im November ĂŒbernommenen Daten-Software-Unternehmens Informatica. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,88 Dollar und damit deutlich höher, als Analysten erwartet hatten.

FĂŒr das zweite GeschĂ€ftsquartal (Ende Juli) rechnet Salesforce-Chef Marc Benioff mit 11,27 bis 11,35 Milliarden Dollar Erlös. Analysten hatten im Schnitt allerdings das obere Ende der Spanne im Auge.

Im Gesamtjahr erwartet Salesforce mit 14,06 bis 14,12 Dollar nun mehr bereinigten Gewinn je Aktie. Bisher hatte Benioff nur bis zu 13,19 Dollar in Aussicht gestellt. Finanzchef Robin Washington wiederholte die Annahme, dass sich das Umsatzwachstum in der zweiten JahreshÀlfte beschleunigen werde.

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