Bahn-Tochter Schenker an dÀnischen Logistiker DSV verkauft
30.04.2025 - 09:44:28Das teilten KĂ€ufer und VerkĂ€ufer am Morgen mit. Mit einem Unternehmenswert in Höhe von 14,3 Milliarden Euro handle es sich um "die gröĂte Transaktion in der Geschichte der Deutschen Bahn und in der Geschichte der Logistikbranche", sagte Bahnchef Richard Lutz. Der Verkaufserlös soll komplett im DB-Konzern verbleiben und die Verschuldung des bundeseigenen Unternehmens erheblich reduzieren.
DB und DSV hatten die Ăbernahme durch die DĂ€nen bereits im September 2024 angekĂŒndigt. Seitdem hatten die Bundesregierung, der Bahn-Aufsichtsrat und die Wettbewerbsbehörden noch ihre Zustimmung erteilen mĂŒssen. FĂŒr beide Unternehmen stellt das GeschĂ€ft einen Rekorddeal dar.
Bahn fokussiert sich aufs KerngeschÀft
DSV sprach davon, mit der Schenker-Ăbernahme einen WeltmarktfĂŒhrer in der Transport- und Logistikbranche zu schaffen. Basierend auf den Finanzzahlen des Vorjahres verfĂŒgen DSV und Schenker zusammen ĂŒber einen Umsatz in Höhe von schĂ€tzungsweise 310 Milliarden dĂ€nischen Kronen (41,5 Mrd. Euro) und eine Gesamtbelegschaft von fast 160.000 Mitarbeitern in mehr als 90 LĂ€ndern.
Einer frĂŒheren internen DSV-PrĂ€sentation zufolge sollen wichtige Zentralfunktionen von Schenker in Deutschland wie die IT in Essen erhalten bleiben, mittelfristig aber 1.600 bis 1.900 Vollzeitstellen vor allem in der Verwaltung abgebaut werden.
FĂŒr die Bahn bedeutet der Verkauf einen stĂ€rkeren Fokus auf das eigene KerngeschĂ€ft, den Schienenverkehr in Deutschland. Zugleich stellt er eine Trennung von einem der wenigen gut laufenden GeschĂ€ftsbereiche des Konzerns dar: Die Sparte hatte die Bilanz des Mutterkonzerns stets mit hohen Gewinnen aufgebessert. Auch 2024 erwirtschaftete der Logistikriese ein operatives Plus von rund einer Milliarde Euro.

