Allianz erhöht Gewinn trotz Naturkatastrophen krÀftig
23.02.2024 - 09:12:02 | dpa.deDabei profitierte der Konzern von einer guten Entwicklung im GeschĂ€ft mit Lebens- und Krankenversicherungen. Die AktionĂ€re sollen eine höhere Dividende erhalten. Zudem plant der Versicherer ein neues AktienrĂŒckkaufprogramm. Der Kurs der Aktie sank zum Start am Freitag um rund zwei Prozent.
Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Den Ausblick bezeichneten HĂ€ndler in ersten Reaktionen als schwach. Ein Marktteilnehmer erwĂ€hnte die Gefahr, dass Anleger im Tagesverlauf Gewinne mitnehmen könnten. Ăber 250 Euro war der Allianz-Kurs zuletzt auf einem Hoch seit mehr als 20 Jahren angekommen.
Das operative Ergebnis stieg 2023 um 6,7 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro und damit auf einen Rekordstand, wie das Unternehmen am Morgen in MĂŒnchen mitteilte. Unter dem Strich zog der Gewinn um fast ein Drittel auf 8,5 Milliarden Euro an, der bereinigte JahresĂŒberschuss nahm um 30 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro zu. Im Vorjahr hatten RĂŒckstellungen das Ergebnis belastet. Das gesamte GeschĂ€ftsvolumen erhöhte sich um 5,5 Prozent auf 161,7 Milliarden Euro. Dabei verzeichnete der Konzern nochmals deutliche ZuwĂ€chse im Schlussquartal.
FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr erwartet die Allianz ein operatives Ergebnis von 13,8 bis 15,8 Milliarden Euro und damit in der Mitte der Spanne ein weitgehend stabiles Ergebnis. Analysten haben bislang rund 15,5 Milliarden auf dem Zettel und damit ein Ergebnis am oberen Ende der Prognose. Deutlich mehr operativen Gewinn erzielte die Allianz im vergangenen Jahr in der Leben- und Krankenversicherung, vornehmlich in den USA. Dies war einmal Ăbergangseffekten im Zusammenhang mit der EinfĂŒhrung der Rechnungslegung IFRS 17 im Vorjahreszeitraum geschuldet. Dazu kam ein verbessertes Ergebnis bei Risiko- und Krankenversicherungsprodukten in Frankreich und Asien-Pazifik. Seit 2023 mĂŒssen groĂe Versicherungsunternehmen ihre GeschĂ€ftszahlen nach den Standards IFRS 17 und IFRS 9 berechnen. Die Zahlen aus dem Vorjahr wurden angepasst.
Das Schaden- und UnfallgeschĂ€ft wurde durch Unwetter und Ăberschwemmungen in Europa belastet, konnte sein Ergebnis aber dank eines höheren operativen Anlageergebnisses dennoch leicht steigern. Wegen der höheren SchĂ€den stieg jedoch die Schaden-Kosten-Quote um 0,6 Prozentpunkte auf 93,8 Prozent.
AktionĂ€re sollen eine deutlich höhere Dividende bekommen, wie der Konzern bereits am Vorabend mitteilte. Die Dividende soll um 2,40 Euro auf 13,80 Euro je Aktie angehoben werden. Analysten haben mit gut 12 Euro gerechnet. Zudem soll der Gewinnanteil der Anteilseigner erhöht werden. Die Allianz plant, die regelmĂ€Ăige AusschĂŒttung des auf die Anteilseigner entfallenden und um verschiedene Elemente bereinigten JahresĂŒberschusses von 50 auf 60 Prozent zu steigern. DarĂŒber hinaus strebt das Unternehmen eine Dividende zumindest auf Vorjahreshöhe an.
AuĂerdem kĂŒndigte der Versicherer den RĂŒckkauf eigener Aktien an. Die Papiere in einem Volumen von bis zu einer Milliarde Euro sollen von Anfang MĂ€rz bis zum 31. Dezember 2024 erworben werden. AnschlieĂend ist deren Einziehung vorgesehen.
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