Ergebnisse, Produktion/Absatz

Sondereffekte belasten Quartalsergebnis von VW - Jahresziele bestÀtigt

10.04.2025 - 09:37:46 | dpa.de

Der Volkswagen DE0007664039-Konzern hat im ersten Quartal weniger umgesetzt und verdient als von Experten erwartet.

Trotz der US-Zollpolitik bestĂ€tigten die Wolfburger aber ihre Jahresziele. Die Effekte und ihre Wechselwirkungen auf Umsatz, Ergebnis und Finanzmittelfluss könnten aktuell nicht abschließend bewertet werden, teilte der Konzern am Mittwochabend nach Börsenschluss in Wolfsburg mit. FĂŒr Anleger spielten die Neuigkeiten nur eine untergeordnete Rolle.

Nachdem US-PrĂ€sident Donald Trump am Vorabend im internationalen Handelskonflikt zurĂŒckgerudert und bestimmte gerade in Kraft getretene Zölle fĂŒr 90 Tage ausgesetzt hatte, ging es am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt auf breiter Front steil aufwĂ€rts. Die VW-Aktie notierte kurz nach Handelsbeginn mehr als sechs Prozent höher. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi wertete die bestĂ€tigte Prognose positiv.

So erwartet VW dieses Jahr weiterhin ein Umsatzplus von bis zu 5 Prozent. Die operative Umsatzrendite des Konzerns wird voraussichtlich zwischen 5,5 und 6,5 Prozent liegen. FĂŒr den Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile rechnet Volkswagen weiterhin mit einem Wert zwischen 2 und 5 Milliarden Euro. Die NettoliquiditĂ€t im Konzernbereich Automobile wird 2025 zwischen 34 und 37 Milliarden Euro erwartet.

Im ersten Quartal vermeldete VW einen Umsatzanstieg um 3 Prozent auf 78 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sackte - belastet auch von Sondereffekten in Höhe von 1,1 Milliarden Euro - um fast 40 Prozent ab: von 4,6 Milliarden Euro im Vorjahresviertel auf 2,8 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge fiel von 6,0 auf 3,6 Prozent.

Die belastenden Sondereffekte entfallen zu ĂŒber der HĂ€lfte aus RĂŒckstellungen fĂŒr CO2-Regulierungen in Europa. Weitere 200 Millionen Euro legt VW fĂŒr Restrukturierungen bei der Software-Tochter Cariad zurĂŒck und 300 Millionen Euro ergeben sich unter anderem aus Anpassungen der RĂŒcklagen im Diesel-Skandal. Außerdem spielen die US-Importzölle eine Rolle, da VW in diesem Zusammenhang im Transport befindliche Fahrzeuge neu bewertete. Bereinigt um jene Effekte liegt das operative Ergebnis laut Jefferies-Analyst Philippe Houchois in der NĂ€he der MarktschĂ€tzungen.

Die NettoliquiditÀt im Konzernbereich Automobile belief sich zum Bilanzstichtag 31. MÀrz 2025 auf 33 Milliarden Euro (Stand per 31. Dezember 2024 nach angepasster Berichtslogik: 34,4 Milliarden Euro).

Den vollstÀndigen Quartalsbericht will VW am 30. April vorlegen.

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