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Aktien Frankfurt: Eskalierender Zollkrieg fĂŒhrt zu Ausverkauf

04.04.2025 - 15:02:41

Der von US-PrĂ€sident Donald Trump losgetretene globale Handelskrieg eskaliert und stĂŒrzt die Börsen vor dem Wochenende tiefer ins nach unten.

China reagierte am Freitag auf die Zoll-Lawine aus den USA mit Gegenzöllen auf US-Importe. Sie sollen bei 34 Prozent liegen, nachdem die Vereinigten Staaten in zwei Schritten Abgaben von mehr als 50 Prozent auf Waren aus der Volksrepublik verhÀngt hatten.

Der Dax DE0008469008 weitete nach der Nachricht seine bereits deutlichen Verluste spĂŒrbar aus und stand am Nachmittag gut 4 Prozent tiefer bei 20.838 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein Minus von ĂŒber 7 Prozent ab. Am Nachmittag veröffentlichte US-Arbeitsmarktdaten fĂŒr den Monat MĂ€rz spielten angesichts des Zollkriegs und der damit verbundenen Ungewissheit kaum eine Rolle fĂŒr die Kursentwicklung am deutschen Aktienmarkt.

"Der globale Handelskrieg lĂ€uft sich warm", kommentierte der Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Thomas Gitzel. "Vermutlich wird es auch seitens der EU zu Kontermaßnahmen kommen, sodass dann alle bedeutenden WirtschaftsrĂ€ume in einen Zollkrieg involviert sind." Die Weltwirtschaft werde dadurch erheblichen Schaden nehmen. Eine globale Rezession sei nicht mehr auszuschließen.

Noch schlimmer als im Dax sah es am Freitag im MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen aus, der um 5,5 Prozent auf 25.396 ZĂ€hler einbrach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 geriet mit minus 3,9 Prozent unter die RĂ€der.

Am deutschen Aktienmarkt waren Banken im Umfeld fallender Marktzinsen und steigender Wachstumsrisiken erneut sehr schwach. Deutsche Bank DE0005140008 rutschten am Dax-Ende um mehr als 8 Prozent ab.

Infineon DE0006231004 verloren 8 Prozent. Auch die Halbleiterindustrie muss sich nach Worten von Trump auf happige Zölle gefasst machen. Diese wĂŒrden bald eingefĂŒhrt, sagte Trump vor Journalisten an Bord des PrĂ€sidentenflugzeugs Air Force One.

Im MDax brachen Gerresheimer DE000A0LD6E6 um gut 15 Prozent ein. Beim Ringen um eine mögliche Übernahme des Spezialverpackungsherstellers schrumpft Kreisen zufolge die Zahl möglicher Bieter immer weiter. Die Beteiligungsgesellschaft KKR US48251W1045 habe das zusammen mit Warburg Pincus gebildete Konsortium verlassen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Redcare NL0012044747 konnten sich dem schwachen Markt nicht entziehen und verloren trotz gut aufgenommener vorlÀufiger Quartalszahlen 4 Prozent. Die Online-Apotheke war im ersten Jahresviertel krÀftig gewachsen. Dabei profitierte das Unternehmen weiter von einem starken Anstieg im GeschÀft mit dem elektronischen Rezept, insbesondere in Deutschland.

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