VorlÀufiger, Varta-Insolvenzverwalter

VorlÀufiger Varta-Insolvenzverwalter: Viele Interessenten

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 06:15 Uhr | dpa.de

Der vorlĂ€ufige Insolvenzverwalter des strauchelnden Batterieherstellers Varta hat fĂŒr eine Investorenlösung reges Interesse registriert.

"Es gibt bereits jetzt zu diesem frĂŒhen Zeitpunkt eine erfreulich große Zahl von Interessenten", teilte Tobias Wahl von der Kanzlei Anchor der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Ob es sich dabei um Finanzinvestoren oder auch Industrieunternehmen handele, darĂŒber wolle er zu diesem Zeitpunkt noch nicht sprechen.

Wie das Unternehmen in dieser Woche mitteilte, sei eine langfristige Perspektive durch den Verkauf an einen Investor sowie der Erhalt von ArbeitsplĂ€tzen das erklĂ€rte Ziel. "Der Markt fĂŒr Energiespeicher ist unverĂ€ndert eine Zukunftsbranche", sagte Wahl. Varta verfĂŒge ĂŒber ein umfangreiches Know-how in diesem Sektor. "Aufgrund der hohen technischen Kompetenz und gewachsener Kundenbeziehungen in der ganzen Welt glaube ich an die Chance fĂŒr eine nachhaltige Sanierungslösung."

Das Unternehmen aus dem schwĂ€bischen Ellwangen hatte vor einer Woche nach eigenen Angaben fĂŒr die Varta AG als Konzernmuttergesellschaft sowie drei weitere Einheiten einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Der GeschĂ€ftsbereich mit den Haushaltsbatterien, den wichtige Geldgeber aus dem Konzern herauslösen wollen, sei davon nicht betroffen. Mittlerweile befinden sich die vier Einheiten in klassischen vorlĂ€ufigen Insolvenzverfahren und nicht mehr in Eigenverwaltung, wie Varta diese Woche mitteilte.

Fokus: Sicherung des GeschÀftsbetriebs

FĂŒr eine Entscheidung ĂŒber die Ausgestaltung einer Investorenlösung sei es noch zu frĂŒh, antwortete Wahl auf die Frage, ob die Gesellschaften im Paket angeboten werden oder auch als einzelne Teile. "Wir sind aktuell in der Bestandsaufnahme und Analyse bei allen vier Gesellschaften - wenige Tage nach den InsolvenzantrĂ€gen", so Wahl. Der Fokus liege auf der Sicherung des GeschĂ€ftsbetriebs.

Bei den vier von der Insolvenz betroffenen Unternehmen arbeiteten dem vorlĂ€ufigen Insolvenzverwalter zufolge circa 2.300 Menschen. Ob er im Zuge der Restrukturierung mit dem Verlust von ArbeitsplĂ€tzen rechne? Hier sei es noch zu frĂŒh fĂŒr eine Antwort, so Wahl.

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