CDA-Chef, Merz

CDA-Chef fordert von Merz 'Reformen ohne KettensÀge'

21.09.2025 - 15:57:51

Der Vorsitzende des CDU-SozialflĂŒgels, Dennis Radtke, fordert Bundeskanzler Friedrich Merz zu sozial ausgewogenen Reformen auf.

"Es gibt Reformbedarf, nur bitte nicht mit der KettensÀge", sagte Radtke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die Aussage von Merz, der jetzige Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar, bezeichnete Radtke als "Alarmismus". "Wir verlieren ohne Not viele Menschen auf dem Weg zu den nötigen Reformen, wenn wir ihnen Angst machen", mahnte der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), die sich am Samstag zu einem Bundesausschuss in Frankfurt trifft. Radtke steht seit rund einem Jahr an der Spitze der CDA.

Er schaue mit großer Sorge auf die Lage in Deutschland, sagte Radtke: "Die Stimmung im Land verschlechtert sich weiter und leider hat die Regierung mit ihrem Erwartungsmanagement und internen Streit einen Anteil daran." Nur noch jeder Dritte vertraue staatlichen Institutionen. Das sei dramatisch. "Gewinnt diese Regierung das Vertrauen nicht zurĂŒck, wird sie bei der nĂ€chsten Wahl vermutlich nicht von einer demokratischen Oppositionspartei abgelöst", warnte der Chef des CDU-SozialflĂŒgels.

Vertrauen durch Bruch von Wahlversprechen verspielt

Von der Regierung forderte Radtke VerlĂ€sslichkeit. "Dass entgegen den Wahlversprechen die Stromsteuer nicht fĂŒr alle gesenkt wurde, ist uns kolossal auf die FĂŒĂŸe gefallen und es wurde ohne Not Vertrauen beschĂ€digt", kritisierte der CDA-Chef. Er mahnte: "Wir sind jetzt nicht mehr Opposition, wo markige Überschriften und fetzige Forderungen gefragt sind, sondern jetzt geht es um VerlĂ€sslichkeit, solides Regierungshandwerk und eine Kommunikation, die klar und empathisch ist und die das Land zusammenfĂŒhrt."

@ dpa.de