CDA-Chef fordert Einbindung der Sozialpartner bei Reformen
25.04.2026 - 18:54:15 | dpa.de"An diesem Prozess, das halte ich fĂŒr extrem wichtig, fĂŒr ĂŒberlebenswichtig, mĂŒssen am Ende auch die Sozialpartner beteiligt werden", sagte Radtke bei der Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im hessischen Marburg. "Und da, wo wir ĂŒber soziale Reformen reden, nach Möglichkeit auch die SozialverbĂ€nde."
VorschlÀge zerredet
Man dĂŒrfe den Fehler, der seinerzeit beim Entwicklungsprozess des Reformpakets Agenda 2010 gemacht worden sei, nicht wiederholen, "am Ende zwar mit Mehrheit Entscheidungen irgendwie mit aller Macht auf den Weg" zu bringen, "aber am Ende dann das halbe Land damit angezĂŒndet" zu haben.
Es lĂ€gen schwierige Wochen mit strittigen Debatten vor der CDU und der schwarz-roten Koalition, so Radtke. "Aber mir ist wichtig, dass wir am Ende ein Gesamtpaket haben." Viele VorschlĂ€ge wĂŒrden sofort zerredet. "Und ich finde, wir mĂŒssen jetzt alles dafĂŒr tun, dass wir ein vernĂŒnftiges Gesamtpaket bekommen, wo nicht jedes einzelne WerkstĂŒck, was irgendwann dann und wann mal vorgestellt wird, sofort öffentlich wieder zerredet und kaputt geredet wird."
Kommunikation als Dreh- und Angelpunkt
Radkte bezeichnete die Kommunikation "als Dreh- und Angelpunkt". Die Partei habe in den vergangenen Wochen in ihrer Kommunikation an einigen Stellen unnötig viel AngriffsflÀche geboten.
"NatĂŒrlich kann man ganz objektiv darĂŒber reden, wie können wir die ProduktivitĂ€t in unserem Land erhöhen", sagte Radtke. Man könne vielleicht auch darĂŒber diskutieren, was möglich und nötig sei, um Arbeitsstunden in Deutschland zu erhöhen. "Aber wenn bei dieser Diskussion der Eindruck entsteht, viele in unserem Land hĂ€tten einfach keinen Bock und wĂŒrden sich einfach nicht anstrengen und gehen gar nicht mehr runter von der Couch, das ist einfach fatal, weil dann fĂŒhlen sich einfach auch die Falschen in dieser Debatte getriggert."
Radtke: "Brauchen positive ZukunftserzÀhlung"
"Wenn wir auch als Union wieder erfolgreicher werden wollen, mĂŒssen wir mit schwarzmalerischer Rhetorik, mit angstmachender Rhetorik aufhören", betonte er. "Wir brauchen eine positive christdemokratische ZukunftserzĂ€hlung." Das bedeute nicht, den Leuten dummes Zeug zu erzĂ€hlen. "Aber den Leuten klipp und klar sagen: Ihr seid nicht das Problem. Sondern wir wollen ganz reale Probleme lösen, damit ihr euch auch in Zukunft auf soziale Sicherheit in diesem Land verlassen könnt."
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