VW-Betriebsrat wehrt sich gegen geforderte LohnkĂŒrzungen
08.11.2024 - 15:40:33 | dpa.deDie Personalausgaben machten im Konzern nur 17 Prozent aller Kosten aus, heiĂt es in einer Sonderausgabe der Betriebsrats-Zeitung "Mitbestimmen", die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Nur Arbeitskosten zu kritisieren, ist unfair", schreibt die Arbeitnehmervertretung. "Alle Kostenhebel gehören in den Blick! Und auch alle Probleme."
Der Abstand des VW-Haustarifs zum ansonsten ĂŒblichen Branchentarif sei viel geringer als die von VW geforderte KĂŒrzung um 10 Prozent, rechnet der Betriebsrat vor. So liege der Einstiegslohn eines Ingenieurs bei VW bei 69.280,50 Euro pro Jahr, im FlĂ€chentarif bei 67.715,00 Euro. Der Abstand betrĂ€gt damit 2,3 Prozent. Mitarbeiter in der Produktion verdienen den Angaben zufolge bei VW im Jahr 55.078,50 Euro, im Branchentarif je nach Einstufung 50.454 oder 54.947 Euro. "Verglichen mit dem FlĂ€chentarif hierzulande liegen wir kaum auseinander", schreibt der Betriebsrat.
Europas gröĂter Autobauer fordert in der aktuellen Tarifrunde fĂŒr die Kernmarke VW eine LohnkĂŒrzung um 10 Prozent. ZusĂ€tzlich will der Konzern diverse Zulagen und Boni kĂŒrzen, darunter die bisherigen PrĂ€mien bei BetriebsjubilĂ€en. Die IG Metall fordert dagegen 7 Prozent mehr Geld. Die TarifgesprĂ€che werden am 21. November fortgesetzt. Der VW-Haustarif gilt fĂŒr rund 120.000 Mitarbeiter an den sechs groĂen westdeutschen VW-Standorten in Niedersachsen und Hessen.
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