Ex-Krypto-König, Bankman-Fried

Ex-Krypto-König Bankman-Fried will neuen Prozess

10.02.2026 - 20:50:31 | dpa.de

Der wegen Betrugs verurteilte ehemalige Digitalgeld-Unternehmer Sam Bankman-Fried hat einen neuen Prozess beantragt.

Der 33-JĂ€hrige argumentiert unter anderem, dass zwei ehemalige Manager seiner KryptowĂ€hrungs-Börse FTX, die nicht im ersten Verfahren aussagten, ihn als neue Zeugen entlasten könnten. Der zu 25 Jahren Haft verurteilte Bankman-Fried vertritt sich bei dem Vorstoß bisher selbst, der Antrag wurde von seiner Mutter eingereicht.

FTX, einer der grĂ¶ĂŸten HandelsplĂ€tze fĂŒr Kryptogeld wie Bitcoin, war Ende 2022 spektakulĂ€r zusammengebrochen. Bankman-Fried wurde auf den Bahamas festgenommen und an die USA ausgeliefert.

Milliarden-Loch oder LiquiditÀtskrise?

WÀhrend das GeschÀft mit KryptowÀhrungen kompliziert sein kann, wurde Bankman-Fried am Ende klassischer Betrug zur Last gelegt: Veruntreuung von Kundenvermögen. Bankman-Fried stand auch hinter einem Hedgefonds namens Alameda Research, der riskante GeschÀfte machte und sich Mittel bei FTX lieh.

Eigentlich hĂ€tten dabei Sicherheiten hinterlegt werden mĂŒssen. Es gab auch Computersysteme, die dafĂŒr sorgen sollten. Doch diese Software machte eine heimliche Ausnahme fĂŒr Alameda. Dadurch konnte der Hedgefonds bei FTX so tief ins Minus gehen, wie er wollte. Als Alameda-GeschĂ€fte schiefgingen, klaffte in der FTX-Kasse der Anklage zufolge ein Milliarden-Loch. Bankman-Fried behauptet dagegen, FTX habe zwar in einer eine LiquiditĂ€tskrise gesteckt, sei aber grundsĂ€tzlich zahlungsfĂ€hig gewesen.

Berufungsverfahren lÀuft bereits

Bankman-Fried versucht, den Prozess neu aufzurollen, wÀhrend bereits ein Berufungsverfahren zu dem Urteil lÀuft. Auch da bemÀngeln seine AnwÀlte, der Richter habe die Geschworenen nicht die Information hören lassen, dass FTX eigentlich genug finanzielle Mittel gehabt habe, um die Investoren auszubezahlen. ZusÀtzlich versucht das Bankman-Fried-Lager Medienberichten zufolge, eine Begnadigung durch PrÀsident Donald Trump zu erreichen. Darauf in einem Interview der "New York Times" angesprochen, sagte Trump, dass er nicht vorhabe, Bankman-Fried zu begnadigen.

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