Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: ATX erholt sich deutlich

10.03.2026 - 18:26:21 | dpa.de

Der Wiener Aktienmarkt hat den Handelstag mit Gewinnen abgeschlossen und die Vortagesverluste wettgemacht.

Österreichs Leitindex ATX AT0000999982 ging mit einem Plus von 2,71 Prozent auf 5.452,49 Punkte aus dem Handel. Der ATX Prime legte um 2,75 Prozent auf 2.710,36 Einheiten zu. Auch die europĂ€ischen Börsen schlossen den Tag im Plus. Sie reagierten damit positiv auf eine Aussage von US-PrĂ€sident Donald Trump, der von einem schnellen Ende des Irankriegs gesprochen hatte.

Unter die Freude mischte sich aber Skepsis: "Es bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die AnkĂŒndigungen von US-PrĂ€sident Trump reagieren wird", so Analyst Christian Henke vom Broker IG Markets. Ähnlich sieht das Matt Gertken vom Analysehaus BCA Research. Trump habe das Ziel ausgegeben, den Iran zu entwaffnen. Dazu mĂŒsse das Nuklear- und Raketenprogramm des Landes beendet werden, die Kriegsflotte an die Leine gelegt und die UnterstĂŒtzung terroristischer Gruppen eingestellt werden. "Diese Ziele sind bisher kaum erreicht worden", lautet Gertkens Fazit. Unterdessen wurden die Kriegshandlungen im Tagesverlauf unvermindert fortgesetzt. So meldete der Iran erneut schwere Luftangriffe.

Der Iran-Krieg wird laut Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher dĂ€mpfende Wirkung auf Österreichs Wirtschaft haben. Trotz der angespannten Lage sieht Kocher keine Gefahr eines breiten wirtschaftlichen Einbruchs. "Ich sehe im Moment fĂŒr Österreich und fĂŒr die EuropĂ€ische Union, fĂŒr die Eurozone, keine Rezession", erklĂ€rte der Gouverneur.

Unter den Unternehmen rĂŒckte die Raiffeisen Bank International AT0000606306 (RBI) in den Fokus. RBI könnte eventuell in RumĂ€nien zukaufen. Laut Insidern komme die Bank einem Kauf der rumĂ€nischen Tochter der spanischen Bank BBVA ES0113211835, der Garanti BBVA, nĂ€her, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Als Kaufpreis wĂŒrden rund 550 Millionen Euro angeboten. Der Deal könnte aber noch verzögert werden oder scheitern, so die Insider weiter.

Raiffeisen wĂŒrde im Erfolgsfall nach Vermögenswerten zur drittgrĂ¶ĂŸten Bank in RumĂ€nien aufsteigen. Seit 1998 ist die RBI mit einer Tochter in RumĂ€nien vertreten. 2025 machte diese einen Gewinn von 349 Millionen Euro und beschĂ€ftigte rund 4.800 Menschen. Die Bilanzsumme lag bei rund 17,5 Milliarden Euro. RBI-Aktien legten um 7,0 Prozent zu.

An der Spitze des ATX Prime-Segments fand sich AT&S. Die Papiere des Leiterplattenherstellers gewannen 12,4 Prozent. Eine starke Entwicklung zeigten auch Do&Co mit plus 10,4 Prozent und FACC mit plus 10,3 Prozent. Die Friedenssignale im Nahen Osten drĂŒcken scheinbar auf die Kurse von Energiekonzernen. Verbund bĂŒĂŸten 2,3 Prozent, OMV AT0000743059 1,8 Prozent und EVN AT0000741053 0,7 Prozent ein.

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