Aktien Wien Schluss: Wenig verÀndert vor US-Zinsentscheid
18.09.2024 - 18:25:07 | dpa.deWie bereits an den Vortagen pendelte der ATX AT0000999982 um die Marke von 3.600 Punkten. Letztlich schloss der Leitindex mit einem Zuwachs von 0,13 auf 3.604,88 ZĂ€hler knapp darĂŒber. Der ATX Prime gewann 0,13 Prozent auf 1.802,15 Einheiten. Moderate Abgaben gab es im europĂ€ischen Umfeld.
Die MĂ€rkte wappneten sich fĂŒr die Sitzung der US-Notenbank Fed am Abend. Allgemein wird erwartet, dass die Fed eine Zinssenkung vornehmen wird, das AusmaĂ dieser bleibt jedoch fraglich. Dem "FedWatch Tool" der CME Group zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit fĂŒr einen Zinsschritt von 0,50 Prozentpunkten bei etwa 61 Prozent.
Es gebe allerdings auch gute GrĂŒnde, ein eher vorsichtiges Vorgehen der Notenbank zu erwarten, kommentierten die Marktbeobachter der Helaba. Denn die US-Wirtschaft befinde sich weiterhin auf Wachstumskurs, wĂ€hrend auch die vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote und die zu hohe Kerninflationsrate fĂŒr ein gemĂ€chlicheres Vorgehen der Fed sprechen wĂŒrden.
FĂŒr die AktienmĂ€rkte wĂ€re ein kleinerer Zinsschritt um 0,25 Punkte zudem nicht unbedingt negativ. So "könnte sich die Stimmung am Aktienmarkt eher bei einem groĂen Zinsschritt trĂŒben", erklĂ€ren die Helaba-Experten weiter, "denn dann wĂ€ren verstĂ€rkte Konjunktursorgen zu befĂŒrchten."
Kursbewegende Nachrichten zu Einzelwerten waren Mangelware. AuffÀllig waren erneut die Immobilienwerte. Immofinanz AT0000809058 erholten sich, bei erneut sehr hohem Volumen, um 1,1 Prozent. Am Dienstag war das Papier ohne fundamentale Neuigkeiten knapp 15 Prozent abgesackt. CA Immobilien gaben um 2,5 Prozent nach.
Seit Ende August zeigen sich die beiden Aktien mit hohen UmsĂ€tzen Ă€uĂerst volatil. Spannend könnte es hier nun mit Blick auf den groĂen Verfallstag an den Terminbörsen am Freitag werden. Zuletzt wurden bei den Papieren nĂ€mlich vermehrt hohe Derivatepositionen ausgewiesen. Diese könnten Marktbeobachtern zufolge ein Grund fĂŒr die undurchschaubaren Kursschwankungen der vergangenen Wochen sein.
Leichter schlossen auch Mayr-Melnhof AT0000938204. Die Analysten der Baader Bank haben ihre GewinnschĂ€tzungen fĂŒr den Kartonhersteller unter Beibehaltung ihrer Kaufempfehlung merklich reduziert. Die niedrigeren SchĂ€tzungen wĂŒrden sich groĂteils aus einer langsameren Erholung bei der Konsumentennachfrage ergeben, schrieb Baader-Analyst Varun Sikka. Am Mittwoch fielen die Mayr-Melnhof um 1,6 Prozent, mit einem Verlust von gut 30 Prozent seit Jahresbeginn gehört die Aktie zu den schwĂ€chsten ATX-Werten im laufenden Jahr.
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