Deutliche, Schwarz-Rot

Deutliche Mehrheit fĂŒr Schwarz-Rot in der Bundesversammlung

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 06:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
CDU, CSU und SPD haben auch nach dem hohen AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt eine klare Mehrheit in der Bundesversammlung, die am 30.

Januar ein neues Staatsoberhaupt wÀhlen wird. Nach Berechnungen der Plattform "wahlrecht.de" kommen die drei Koalitionspartner zusammen in dem Gremium auf 685 bis 687 Sitze - deutlich mehr als die 631 Stimmen, die in den ersten beiden WahlgÀngen erforderlich ist.

Daran kann auch der Ausgang der Landtagswahlen am 20. September in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin nichts mehr Ă€ndern. FĂŒr beide LĂ€nder ist in die Berechnung bereits die jeweils jĂŒngste Wahlprognose des Instituts Infratest dimap eingeflossen. Mecklenburg-Vorpommern entsendet in die Bundesversammlung ohnehin nur 13 Mitglieder, Berlin 25.

1.260 MÀnner und Frauen wÀhlen nÀchstes Staatsoberhaupt

Die Bundesversammlung soll am 30. Januar kommenden Jahres eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger fĂŒr BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier wĂ€hlen. Er selbst kann nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten.

Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus den 630 Abgeordneten des Bundestags und aus einer gleich großen Anzahl von Mitgliedern, die von den 16 BundeslĂ€ndern entsandt und dort von den Landtagen gewĂ€hlt werden.

In den ersten beiden WahlgÀngen ist nach Artikel 54 Grundgesetz gewÀhlt, "wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung erhÀlt". Im dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit.

Koalition will erst nÀchste Landtagswahlen abwarten

Die Koalitionsparteien haben vereinbart, erst die drei Landtagswahlen im September abzuwarten und dann eine Bewerberin oder einen Bewerber aufzustellen. Die BegrĂŒndung war, dass sie erst die genauen MehrheitsverhĂ€ltnisse in der Bundesversammlung kennen wollen. Dass sie zusammen auf eine deutliche Mehrheit kommen werden, steht nach den Berechnungen von "wahlrecht.de" aber jetzt schon fest.

Demnach ist die Zahl der Sitze von CDU/CSU (jetzt 433) und SPD (252 bis 254) in der Bundesversammlung im Vergleich zu den Zahlen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zwar leicht geschrumpft und die der AfD (jetzt 260 bis 262) leicht gestiegen. Die Mehrheit bleibt aber eindeutig. Bei den anderen Parteien ergaben sich durch die Sachsen-Anhalt-Wahl nur kleinere VerÀnderungen.

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