Deutsche Bank bringt KI-Butler für Millionen Kunden
26.01.2026 - 06:39:12Die Deutsche Bank setzt voll auf künstliche Intelligenz und will ihren 19 Millionen Privatkunden in Deutschland bis Ende 2026 einen persönlichen KI-Assistenten zur Seite stellen. Die Ankündigung markiert einen strategischen Schwenk hin zum digitalen Kunden und geht mit weiteren Filialschließungen einher.
Der neue digitale Helfer, intern als „digitaler Butler“ bezeichnet, wird direkt in die Banking-App integriert. Seine Hauptaufgabe: Nutzer durch die digitalen Angebote lotsen, Fragen beantworten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen geben. Das Ziel ist klar. Die Bank will die Hürden für digital weniger versierte Kunden senken und so die aktive App-Nutzung massiv steigern.
„Wir wollen die Interaktion mit unserer App deutlich vereinfachen“, erklärte Claudio de Sanctis, Leiter des Privatkundengeschäfts, bei einer Strategiepräsentation. Die Bank verzeichnete in den letzten 18 Monaten bereits ein Plus von fast 20 Prozent bei der App-Nutzung – ein Trend, der nun beschleunigt werden soll.
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Filialnetz schrumpft, Rolle ändert sich
Der digitale Vorstoß ist Teil einer umfassenden Restrukturierung. Administrative Aufgaben sollen vermehrt in digitale Kanäle verlagert werden. Dadurch sollen Mitarbeiter in den Filialen mehr Zeit für intensive Beratungsgespräche haben.
Gleichzeitig schrumpft das Filialnetz weiter. Bis Ende 2026 sollen rund 100 weitere Standorte von Deutsche Bank und Postbank geschlossen werden. Damit würde die Zahl der kombinierten Filialen von etwa 750 auf deutlich weniger sinken. De Sanctis betonte jedoch: „Physische Filialen bleiben wichtig – aber ihre Rolle wandelt sich hin zur hochwertigen Kundenberatung.“
Aufbau auf bestehenden KI-Partnerschaften
Für den KI-Butler kann die Bank auf langjährige Erfahrung und starke Partnerschaften zurückgreifen. Intern nutzt sie bereits seit längerem KI-gestützte Tools, etwa für die Forschungsabteilung oder zur Unterstützung von Software-Entwicklern.
Eine Schlüsselrolle spielt die mehrjährige Innovationspartnerschaft mit NVIDIA sowie die Zusammenarbeit mit Google Cloud. Über die Vertex-AI-Plattform von Google setzt die Bank generative KI-Modelle ein, die bereits interne Prozesse revolutioniert haben. So konnten Dokumentenbearbeitungszeiten um bis zu 40 Prozent bei einer Genauigkeit von 97 Prozent gesenkt werden.
Wettlauf um die digitale Kundenschnittstelle
Mit dem Schritt reiht sich die Deutsche Bank in eine europäische Trendwende ein. Große Finanzinstitute setzen zunehmend auf KI, um ihre Services zu verbessern, effizienter zu werden und mit flinken Fintech-Startups mithalten zu können.
Die entscheidende Frage für 2026 wird sein: Kann der digitale Butler eine nahtlose und wirklich hilfreiche Erfahrung bieten? Gelingt das, könnte er die Kundenbeziehung in der Retail-Bank grundlegend verändern. Scheitert er, würde das die ambitionierten Digitalisierungsziele der Bank gefährden. Der Countdown für den digitalen Butler läuft.
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